Ausländerdebatte: Schmelztiegel der Ängste
Nicolas Richter analysiert die gegenwärtig einseitige Ausländerdebatte und fordert die Muslime mehr Einfluss in der Politik zu gewinnen.
Die U-Bahn-Überfälle haben es wieder gezeigt: Wenn Muslime auffällig werden, trübt sich im Westen schnell der Verstand. Es wird Zeit, dass sich eine muslimische Elite herausbildet, die in der deutschen Politik an Einfluss gewinnt.
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Deutsche Richterin versucht sich als Islamgelehrte
Ein weiterer Skandal nach Idonemeo hat sich im Frankfurter Amtsgericht ereignet, wo eine Richterin das Schlagen der Ehefrau durch ihren marokkanischen Ehemann als “islamisch” legitim eingestuft hat. Der Ehemann wurde freigesprochen und die Richterin prompt vom Fall entzogen. Guckst Du auf Yahoo.
Zahlreiche Politiker und Menschenrechtler haben den Urteil scharf kritisiert, auch die Muslime. Aber trotzdem sind die Verlierer in allen Gesichtspunkten die Muslime.
- Die Richterin versucht sich als Islamgelehrte und rechtfertigt eine Straftat mit dem Islam. Das Grundgesetz der Bundesrepublik wird dafür außer Kraft gesetzt.
- Die eingehende Kritik aus der Elite Deutschlands ist gerechtfertigt. Leider haben sie einen faden Beigeschmack indem sie Ehrenmorde, Misshandlungen mit dem Islam in Verbindung bringen (Yahoo).
Die Vorsitzende des Frauen-Netzwerks in Deutschland HUDA e.V., Karimah Körting-Mahran, sagte dazu:
Als muslimische Frauen fragen wir uns, ob wir neben manch frauenfeindlich denkenden Muslimen jetzt auch noch deutsche Gerichte davon überzeugen müssen, dass die Frau auf der gleichen Stufe steht wie der Mann. Dass sie wie jeder andere Mensch das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit hat. Dass ihre Würde unter allen Umständen geschützt werden muss (islam.de).
Und weiter meinte sie:
Die Richterin stellt sich auf die Stufe der Taliban (islam.de).
Und Michaela Sulaika Kaiser ergänzte:
Die im 7. Jahrhundert offenbarten Verse müssen in ihrem jeweiligen Kontext betrachtet werden. Zur Auslegung der Verse sind historische, linguistische und koraninterne Analysen zu machen. Für den zitierten Koranvers 4:34 führt diese Analyse dazu, dass das arabische Wort “daraba” im Fall einer ehelichen Krisensituation nicht mit “Schlagen” übersetzt werden darf. Denn das Schlagen der Frau widerspricht eindeutig dem Anlass dieser Offenbarung wie auch dem Verhalten des Propheten Muhammad. Und es steht im Gegensatz zu anderen Koranversen, die sich mit dem Verhältnis von Mann und Frau beschäftigen. Selbst traditionelle Auslegungen des Verses 4:34 kommen zu dem Ergebnis, dass es sich beim Schlagen der Frau allenfalls um einen “leichten Klaps” handeln dürfe. Dies zeigt einerseits, dass selbst traditionelle Männer ein Verprügeln der Frau für nicht richtig halten. Andererseits macht dies leider auch deutlich, dass wir bei Auslegungen des Koran auf dem Weg zur Geschlechtergerechtigkeit noch am Anfang stehen (islam.de).
Egal wie man es dreht und wendet, die Muslime sind die “Buhmänner der Nation”. Sie stehen in den hinteren Reihen und schauen zu wie man im Kreis über sie redet, in ihren Namen spricht, streitet und diskutiert. Auch wenn der enge Kreis – Schulter an Schulter – keinen weiteren Teilnehmer zuläßt, müssen die Muslime sich ihren verdienten Platz in diesem Kreis erkämpfen.
Erst sich selbst an der Nase packen, danach kann alles nur besser werden

