Udo Ulfkottes lächerlicher Auftritt

Beim Zappen in später Stunde fand ich bei n-tv ein interessantes Fernsehduell zwischen dem Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen Hans-Christian Ströbele und dem angeblichen “Islamexperten” Udo Ulfkotte. Unter der Leitung von Heiner Bremer, der die Sendung Das Duell moderiert, wurde das Thema “Kampf der Kulturen – Wie gefährlich ist der Islam?” erörtert.

Ich habe bis dato noch kein Fernsehduell gesehen, wo Gewinner und Verlierer eindeutig feststand, wie bis zu dieser Sendung. Man sprach über das Schächten, Kopftuch, Dialog, Koedukation und noch andere “brisante” Themen. Gegen die Argumente des Herr Ströbeles konnte der hochgepriesene “Islamexperte” der Medien nichts entgegenbringen. Allein die Beispiele, die aufzeigen sollten, dass der Islam für die deutschen Werte gefährlich sei, waren aus dem Zusammenhang gerissen und überverhältnismäßig dramatisiert. Z.B. bringt der Herr Islamexperte Publikationen der Ahmadiyya als Argumente, wobei er vermutlich nicht weiß, dass die Ahmadiyya in der islamischen Welt als eine Sekte verstanden wird und nach einer Fatwa der Islamischen Weltliga in Mekka im April 1974 zu “Nicht-Muslimen” erklärt wurde (AboutAhmadiyya). Vielleicht weiß er es doch und möchte nur Stimmung gegen Muslime machen; soviel Argwohn gegenüber dem Islam dürfen wir Herrn Ulfkotte doch unterstellen. Am lächerlichsten fand ich seine Paranoia über flächendeckende Schwimmtage für muslimische Frauen. Auf die Frage vom Moderator und seinem Kontrahenten, wo solche Tage überhaupt stattfänden, antwortete er, dass er derartige Mitteilungen über das Internet erhält! Das ist hochgradig akademisch und unwiderlegbar empirisch, oder einfach nur lächerlich.

Der Frage, was würde er machen, wenn er mit seinen neuen Anti-Islam Partei zum Bundeskanzler gewählt werden würde, wich er einfach aus. Dass die deutschen Gesetze für Recht und Ordnung sorgen und dass kein zweites Rechtssystem wie das Schrecken der Islamophoben die “Scharia” geduldet wird, hat ihn so wirklich nicht interessiert. Für ihn gibt es wohl nur eine Lösung: “Öffnet die Pforten und raus aus Deutschland!”

Diejenigen die Herrn Ulfkotte zu seinem “Islamexperte”-Grad verholfen haben, sollen doch nun wissen, dass er heute Abend zweifelsfrei zum “ICH- WEISS- NICHT- VIEL- ÜBER- DEN- ISLAM- ABER- ICH- WEISS- DASS- ICH- IHN- HASSE” degradiert wurde. Zu Gegenargumenten und Aufforderungen, seine Behauptungen zu belegen, schwieg er einfach. Egal für wie tolerant Udo Ulfkotte sich zu verkaufen versucht, man konnte zwischen den Zeilen seinen Hass und Abscheu gegenüber den Menschen muslimischen Glaubens erkennen. Aus diesem Grunde müssen die Muslime umso mehr Toleranz für Intolerante aufbringen.