3D Modell der KAABA

Jeder, der die heilige Stadt Mekka, das Haus Gottes – die KAABA – besucht hat, hat Sehnsucht nach ihr. Auch wenn wir uns fünfmal täglich gen KAABA richten, besteht eine unbeschreibliche Verbindung zum Masjid al-Harâm. Mein letzter Besuch ist fast zehn Jahre her und ich plane jedes Jahr sie wieder zu besuchen, nur leider habe ich es nicht zum zweiten Mal geschafft :-( .

Zu Anfang der 90-er Jahre, als die türkischen Migrantenfamilien in Deutschland türkische VHS Videofilme ausleihten, weil es die Türksats eben noch nicht gab, erinnere ich mich an ein Vorspann des Videoverlages “Minareci Video”. Zwei Karaktere spielen Arbeiter in einer Fabrik, wo sie ohne Pause eine Maschine bedienen. Es ist ihnen anzusehen, dass sie müde, überarbeitet und überfordert sind. Als die Pausensirene läutet, begeben sie sich zur Mittagspause, wo der eine Darsteller so durstig ist, dass eine Flasche Wasser nicht ausreicht. Sein Durst kann erst mit einem “Minareci Video” Film gestillt werden. Zu der Zeit fanden wir es alle witzig :-D

Vielleicht kann dieser animierte 3D-Kurzfilm den “Durst” der KAABA-Verliebten stillen. Es ist ein Rundflug durch Baitullah – das Haus Gottes. Hut ab vor den Machern, die auf 3dkabah.com für Interessierte weitere Angebote zur Verfügung stellen.

Gesehen bei MYUMMA.de.

Der betende Roboter

Ein kleines Video über ein Roboter, der das rituelle Gebet “as-Salah” (arab.) bzw. Namaz (türk.) vollzieht. Er betet nur eine “Rakat” also es ist ein “Witr” (ungrade Anzahl an Rakat) Gebet.

Hagen Rether: Scheibenwischer Jahresrückblick 29.12.07

Dritter Blogkarneval deutschsprachiger Muslime

Es steht der dritte Blogkarneval deutschsprachiger Muslime bevor. Mit einem Thema Eurer Wahl könnt Ihr bis zum 31. Mai am Blogkarneval teilnehmen. Sie findet am 1. Juni statt. Nähere Infos unter muslimkarneval.de.

Dokumentation: Der Islam – History Channel

Ein gelungener Beitrag.

Udo Ulfkottes lächerlicher Auftritt

Beim Zappen in später Stunde fand ich bei n-tv ein interessantes Fernsehduell zwischen dem Stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der Grünen Hans-Christian Ströbele und dem angeblichen “Islamexperten” Udo Ulfkotte. Unter der Leitung von Heiner Bremer, der die Sendung Das Duell moderiert, wurde das Thema “Kampf der Kulturen – Wie gefährlich ist der Islam?” erörtert.

Ich habe bis dato noch kein Fernsehduell gesehen, wo Gewinner und Verlierer eindeutig feststand, wie bis zu dieser Sendung. Man sprach über das Schächten, Kopftuch, Dialog, Koedukation und noch andere “brisante” Themen. Gegen die Argumente des Herr Ströbeles konnte der hochgepriesene “Islamexperte” der Medien nichts entgegenbringen. Allein die Beispiele, die aufzeigen sollten, dass der Islam für die deutschen Werte gefährlich sei, waren aus dem Zusammenhang gerissen und überverhältnismäßig dramatisiert. Z.B. bringt der Herr Islamexperte Publikationen der Ahmadiyya als Argumente, wobei er vermutlich nicht weiß, dass die Ahmadiyya in der islamischen Welt als eine Sekte verstanden wird und nach einer Fatwa der Islamischen Weltliga in Mekka im April 1974 zu “Nicht-Muslimen” erklärt wurde (AboutAhmadiyya). Vielleicht weiß er es doch und möchte nur Stimmung gegen Muslime machen; soviel Argwohn gegenüber dem Islam dürfen wir Herrn Ulfkotte doch unterstellen. Am lächerlichsten fand ich seine Paranoia über flächendeckende Schwimmtage für muslimische Frauen. Auf die Frage vom Moderator und seinem Kontrahenten, wo solche Tage überhaupt stattfänden, antwortete er, dass er derartige Mitteilungen über das Internet erhält! Das ist hochgradig akademisch und unwiderlegbar empirisch, oder einfach nur lächerlich.

Der Frage, was würde er machen, wenn er mit seinen neuen Anti-Islam Partei zum Bundeskanzler gewählt werden würde, wich er einfach aus. Dass die deutschen Gesetze für Recht und Ordnung sorgen und dass kein zweites Rechtssystem wie das Schrecken der Islamophoben die “Scharia” geduldet wird, hat ihn so wirklich nicht interessiert. Für ihn gibt es wohl nur eine Lösung: “Öffnet die Pforten und raus aus Deutschland!”

Diejenigen die Herrn Ulfkotte zu seinem “Islamexperte”-Grad verholfen haben, sollen doch nun wissen, dass er heute Abend zweifelsfrei zum “ICH- WEISS- NICHT- VIEL- ÜBER- DEN- ISLAM- ABER- ICH- WEISS- DASS- ICH- IHN- HASSE” degradiert wurde. Zu Gegenargumenten und Aufforderungen, seine Behauptungen zu belegen, schwieg er einfach. Egal für wie tolerant Udo Ulfkotte sich zu verkaufen versucht, man konnte zwischen den Zeilen seinen Hass und Abscheu gegenüber den Menschen muslimischen Glaubens erkennen. Aus diesem Grunde müssen die Muslime umso mehr Toleranz für Intolerante aufbringen.

Die muslimische Frau in den europäischen Medien

Am 15. Mai organisiert das EFOMW (European Forum of Muslim Woman) erstmalig
gemeinsam mit dem Europäischen Parlament ein Treffen mit dem Thema :

“Die muslimische Frau in den europäischen Medien”

Die Einladung erläutert den Sinn und die Absicht dieses Treffens:

For several years now, particularly since September 11th 2001, it is not uncommon to see media coverage of Muslim Women. Numerous articles, sometimes complete files are dedicated to her. And so we have witnessed the birth of a stereotype of “the Muslim Woman;” making an abstraction out of human diversity. A new woman has been created, between myth and fantasy, on the basis of a chaotic international reality. The question is how to know which woman we are talking about. Is the image in the media real? On which rudiments is it based? Who really are these Muslim Women? How do they define themselves? What is their place in society, what engages them, what are their hopes, their dreams and what are their claims?

The European Forum of Muslim Women and the Alliance of Liberals and Democrats for Europe wish to analyse these questions and try to answer them. Therefore we would like to invite you to participate to a seminar organised on 15th of May 2007 in the European Parliament (60 rue Wiertz, B-1047 Brussels) – room 3G3 – from 8h30 to 11h30.

Muslim Women in the Media :
Between myth and reality

You will find the draft programme in annex.
As the places are limited and because of the security procedures of the European Parliament, participants who do not have a permanent access and who wish to participate to our event must register in advance.
Please send an email to sajjad.karim( A T )europarl.europa.eu to register.

The objective of this seminar is to initiate a space of open dialogue and exchange of views between all concerned actors, Muslim Women, journalists and politicians. We hope that all of us will leave the debate enriched by new knowledge and approaches.
For more information, please call: 0032473217507

Es werden unteranderem auch deutschsprachige muslimische Frauen für dieses Treffen gesucht. Es wurden im Parlament insgesamt 160 Plätze reserviert. Man sollte sich bis zum 30. April angelmeldet haben. Das genaue Programm kann unter diesen Adressen angefordert werde:

Sahira Awad rappt für Toleranz

Ein interessanter Artikel über eine kopftuchtragende Muslima, die für Toleranz rappt.

Guckst Du:

“Kopftuch ist Freiheit”

Sie trägt Kopftuch und hat schon mit Rap-Star Bushido zusammengearbeitet. Sahira Awad gehört zu Berlins bekanntesten Hip-Hop-Musikerinnen. Sie ist gläubige Muslimin, das Kopftuch trägt sie aus Überzeugung. In der von Männern dominierten Hip-Hop-Szene wäre die Sängerin auch ohne die religiöse Kopfbedeckung ein Exot. Jahrelang trug Sahira ihre Haare offen. Für sie ist das kein Widerspruch zu ihrem Interesse am Islam. Schon als Kind mochte sie den Klang des “Ezan”, des Gebetsrufs.

In ihrem Studio in Charlottenburg wippt die 27-Jährige – braune Rehaugen, modische Jeans und eng angelegtes Kopftuch (das “Hidschab”) – zu den selbstkomponierten Beats. Sie sprüht nur so vor Selbstbewusstsein. Der 11. September 2001 war ein Wendepunkt in ihrem Leben. Sie empfand wie viele, dass der Islam nach den Anschlägen zur Terror-Religion stilisiert und Muslime pauschal verdächtig wurden. Die junge Frau wollte sich ein eigenes Bild machen und fing an, den Koran zu studieren. Ihr gefielen die Spiritualität und der Friedensgedanke der Weltreligion.

Toleranz erwünscht

Sahira begann zu beten – fünf Mal am Tag – und irgendwann setzte sie auch das Kopftuch auf. “Für mich ist das Freiheit, und ich würde mich unwohl fühlen, wenn ich jetzt einen Minirock anhätte. Das ist mein Kopf, mein Haar, meine Entscheidung”, sagt Sahira. Sie ist in Berlin geboren, als Tochter palästinensischer Eltern, und im Stadtteil Wilmersdorf aufgewachsen. Diese förderten die schulischen Leistungen der acht Kinder, achteten darauf, dass sie alle perfekt Deutsch lernten.

Die Mutter trägt kein Kopftuch, auch einige ihrer Schwestern nicht, wie die Musikerin erzählt. Die anderen sind religiöser, haben sich für das Tuch entschieden. Dass Sahira inzwischen allein erziehende Mutter eines Sohnes ist, sei für die Familie keine Schande, sondern Antrieb, sie zu unterstützen, zum Beispiel, wenn wieder Konzerte oder Proben anstehen. So viel Toleranz würde sich Sahira auch in der Kopftuch-Debatte wünschen.

Verunsicherung

Sie kennt auch die Argumente der Gegner wie der türkischstämmigen Bundestagsabgeordneten Ekin Deligöz. “Für viele von uns Musliminnen steht es für Unterdrückung, Patriarchat und Frauenfeindlichkeit”, urteilte die Grünen-Politikerin über das Kopftuch, das für sie nicht an Schulen gehört. Deligöz’ klare Meinung verärgerte strenggläubige Muslime, die Politikerin erhielt sogar Morddrohungen. “Ich finde das ganz schrecklich”, sagt Sahira. Auch wenn sie Deligöz’ Auffassung nicht teilt, verurteilt sie die Art, wie darauf reagiert wird.

Schon oft hat die junge Frau Verunsicherung bei ihren Mitmenschen ausgemacht, wenn diese ihr Kopftuch sahen. Bei Bewerbungsgesprächen sei das Stück Stoff häufig ein Hindernis gewesen. Ganz anders in der Musikwelt: In der Hip-Hop-Szene falle das Tuch nicht weiter ins Gewicht, erzählt die Sängerin. Sie hat sich mit ihrer Musik schon früh Respekt bei den männlichen Kollegen verschafft. Mit 15 fing sie an, Songs zu schreiben und diese auf Kassetten aufzunehmen. Sie wurden in der Schule weitergereicht und landeten irgendwann bei einem Musikproduzenten.

Gewalt ist tabu

Im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen sind Gewaltverherrlichung und Machotum in den Songs von Sahira tabu. Vielmehr reflektiert sie das Leben um sie herum – Perspektivlosigkeit unter Jugendlichen, Generationskonflikte und vor allem die Frage nach den Wurzeln. “Elhamdüllilah, Frei Schnauze. Berlin, ja das ist mein Zuhause”, singt sie auf ihrem Debütalbum. “Heimat ist für mich immer da, wo ich nicht anecke und mich als Ganzes fühlen kann, also hier in Deutschland. Es ist nur komisch, dass man in der Öffentlichkeit selten als Teil dieses Landes wahrgenommen wird. Wenn wir in den Medien auftauchen, dann immer nur als unterdrückte Töchter oder kriminelle Arbeitslose.”

Deswegen will sie ein Vorbild sein, zeigen, dass eine gläubige Muslimin genauso emanzipiert und selbstbestimmt sein kann wie andere Frauen. Inzwischen hat die Musikerin ein eigenes Label gegründet, “Imani Music” heißt es. Imani kommt aus dem Arabischen und bedeutet “mein Glaube” – der Glaube an Gott und an sich selbst.

Von Aygül Cizmecioglu, dpa

Quelle: n-tv

Little Mosque on the Prairie

In Kanada ist eine Sitcom, die Muslime in der Gemeinschaft thematisiert, an den Start gegangen. Die Absicht der 39-jährigen Autorin Zarqua Nawaz, die selbst Muslima ist, sei es aufzuzeigen,

dass die Konflikte in muslimischen Gemeinschaften sich gar nicht so sehr unterschieden von denen anderer Glaubensgruppen – und vor allem, dass es nicht nur völlig in Ordnung sei, manchmal über Muslime zu lachen, sondern dass die auch über sich selbst lachen könnten.

Mal gucken, ob dieser Beitrag die nächste Evolutionsstufe zu “Türkisch für Anfänger” wird.

In Youtube findet man schon die ersten Folgen der achtteiligen Serie (Dank an F. A-Y ;-) ).

Quelle: Deutschlandfunk

Deli Kadir Ulen!

Ihn werden wohl nur die Türken kennen. Er ist der türkische Inbegriff der Männlichkeit. Er personifiziert den smarten, gutaussehenden Macho, der die Gesetze der Ehre niedergeschrieben hat. Er steht für Gerechtigkeit, Stolz und Liebe. Es ist Kadir Inanir, der Superstar aus den jungen Kinojahren der Türkei. Er hat mehr Filme gedreht, als ich Bücher gelsen habe ;-)

Für eine Szene am Telefon ist es “weltberühmt” geworden.

“Ich, Kadir… der verrückte Kadir, ulen” :-)

Next Page →