Ribery und Altintop in Mekka
Nach einem Testspiel des Bayern München gegen Al Wheda in Jeddah (Saudi Arabien) im Januar diesen Jahres besuchten Ribery und Altintop die Kaaba in Mekka. Sie vollzogen zusammen die Umrah, eine Sunna des Propheten Muhammad (s), die jederzeit durchgeführt werden kann. Die Umrah beinhaltet Elemente des Hadsch.
Besucher bei der Umrah haben private Fotos mit Ribery und Altintop gemacht.
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Wenn das Kopftuch im Weg steht
Ein sehr schöner Artikel über deutsche kopftuchtragende Muslima, die sich als ein Teil der deutschen Gesellschaft sehen aber nicht so wahrgenommen werden. Wenn das Kopftuch im Weg steht.
Zitate:
- Eine Lehrerin mit Kopftuch? - Nein danke!
- “Mein Kopftuch ist die Kirsche auf der Sahne”
- Hoda ist einfach Hoda - mit und ohne Kopftuch
- “Das Kopftuch war mir wichtiger”
- “Es ist ein Kampf gegen Windmühlen”
- Mit dem Kopftuch kam die Ablehnung
- Kopftuch? Ja! - Aber keine Isolation
- In England ist vieles anders
Hier geht es zum Artikel Wenn das Kopftuch im Weg steht.
Wie viele Divisionen? von Uri Avnery
Die Gründe der israelischen Regierung („Der Staat muss seine Bürger gegen die Qassam-Raketen schützen“) war wie die reine Wahrheit akzeptiert worden. Die Ansicht der anderen Seite, dass die Qassams nur eine Antwort auf die Belagerung seien, die 1,5 Millionen im Gazastreifen an die Grenze des Verhungerns bringt, wurde überhaupt nicht erwähnt.
Erst als die schrecklichen Szenen aus dem Gazastreifen auf den westlichen Bildschirmen zu erscheinen begannen, fing die öffentliche Meinung der Welt langsam an, sich zu verändern.
Die westlichen und israelischen Fernsehkanäle zeigten zwar nur einen winzigen Teil des entsetzlichen Geschehens, das jeden Tag 24 Stunden lang auf dem Aljazeera-Kanal zu sehen ist, aber ein Bild eines toten Babys in den Armen seines in Angst und Schrecken versetzten Vaters ist mächtiger als ein Tausend elegant formulierter Sätze des israelischen Armeesprechers. Und das ist schließlich entscheidend.
VOR FAST 70 Jahren wurde während des zweiten Weltkriegs in Leningrad ein abscheuliches Verbrechen begangen. Länger als tausend Tage hielten Extremisten, die die Rote Armee genannt wurde, Millionen von Einwohnern der Stadt als Geiseln und provozierte die deutsche Wehrmacht mitten aus den Bevölkerungszentren. Die Deutschen hatten keine andere Möglichkeit als die Bevölkerung zu bombardieren und sie einer totalen Blockade auszusetzen, die den Tod von hundert Tausenden verursachte.
Nicht lange zuvor wurde in England ein ähnliches Verbrechen begangen. Die Churchillbande setzte sich mitten in die Londoner Bevölkerung und missbrauchte Millionen von Bürgern als menschliche Schutzschilde. Die Deutschen waren so gezwungen, ihre Luftwaffe zu schicken und die Stadt widerwillig in Ruinen zu legen.
Dies ist die Beschreibung, die jetzt in den Geschichtsbüchern stünde – falls die Deutschen den Krieg gewonnen hätten.
Absurd? Nicht mehr als die täglichen Nachrichten unserer Medien, die so oft wiederholt werden, dass einem speiübel wird: die Hamas-Terroristen halten die Bewohner des Gazastreifen als „Geiseln“ und benützen die Frauen und Kinder als „menschliche Schutzschilde“, sie lassen uns keine Alternative, als massive Bombardements durchzuführen, in denen zu unserm großen Bedauern Tausende von Frauen, Kinder und unbewaffnete Männer verletzt oder gar getötet werden.
IN DIESEM KRIEG – wie in allen modernen Kriegen - spielt die Propaganda eine große Rolle. Der Unterschied der tatsächlichen Kräfte zwischen der israelischen Armee mit seinen Kampfflugzeugen, Dronen (unbemannte Flugmaschinen), Kriegsschiffen, Panzern, seiner Artillerie und den Tausenden leicht bewaffneter Hamaskämpfer ist eins zu tausend, vielleicht sogar 1:1Million. Auf der politischen Ebene ist der Unterschied vielleicht sogar noch größer. Aber im Propagandakrieg ist der Unterschied grenzenlos.
Fast alle westlichen Medien wiederholten anfangs die offizielle israelische Propagandalinie. Sie ignorierten fast völlig die palästinensische Seite der Geschichte, ebenso wie die täglichen Demonstrationen des israelischen Friedenslagers. Die Gründe der israelischen Regierung („Der Staat muss seine Bürger gegen die Qassam-Raketen schützen“) war wie die reine Wahrheit akzeptiert worden. Die Ansicht der anderen Seite, dass die Qassams nur eine Antwort auf die Belagerung seien, die 1,5 Millionen im Gazastreifen an die Grenze des Verhungerns bringt, wurde überhaupt nicht erwähnt.
Erst als die schrecklichen Szenen aus dem Gazastreifen auf den westlichen Bildschirmen zu erscheinen begannen, fing die öffentliche Meinung der Welt langsam an, sich zu verändern.
Die westlichen und israelischen Fernsehkanäle zeigten zwar nur einen winzigen Teil des entsetzlichen Geschehens, das jeden Tag 24 Stunden lang auf dem Aljazeera-Kanal zu sehen ist, aber ein Bild eines toten Babys in den Armen seines in Angst und Schrecken versetzten Vaters ist mächtiger als ein Tausend elegant formulierter Sätze des israelischen Armeesprechers. Und das ist schließlich entscheidend.
Der Krieg – jeder Krieg – ist ein Lügenreich. Ob dies nun Propaganda oder psychologischer Krieg genannt wird, jeder akzeptiert, dass es richtig ist, wenn man für sein Land lügt. Jeder, der die Wahrheit sagt, riskiert, als Verräter gebrandmarkt zu werden.
Das Problem ist, dass Propaganda zuerst und vor allem den Propagandisten selbst überzeugt. Und nachdem man sich selbst davon überzeugt hat, dass die Lüge die Wahrheit und die Verfälschung die Realität ist, kann man keine vernünftigen Entscheidungen mehr treffen.
Ein Beispiel für diesen Prozess lieferte die bis jetzt erschreckendste Gräueltat dieses Krieges: das Beschießen der UN-Fakhura-Schule im Jabaliya-Flüchtlingslager.
Kurz nachdem dieser Vorfall weltweit bekannt wurde, „enthüllte“ die Armee, dass Hamaskämpfer von einem Vorplatz der Schule aus Mörsergranaten abgeschossen hätten. Als Beweis veröffentlichte man eine Luftaufnahme, auf der tatsächlich die Schule und der Mörser zu sehen waren. Aber innerhalb kurzer Zeit musste der offizielle Armeelügner zugeben, dass das Photo älter als ein Jahr ist. Also eine Fälschung.
Später behauptete der offizielle Lügner, dass „unsere Soldaten aus dem Inneren der Schule“ beschossen worden seien. Aber kaum einen Tag danach musste die Armee dem UN-Personal gegenüber zugeben, dass auch dies eine Lüge gewesen war. Keiner hatte aus der Schule geschossen, keine Hamaskämpfer waren in der Schule, die voll entsetzter Flüchtlinge war.
Aber das Eingeständnis wurde kaum mehr wahrgenommen. Zu diesem Zeitpunkt war die israelische Öffentlichkeit vollkommen davon überzeugt, dass „aus der Schule geschossen worden war“ und Fernsehsprecher zitierten dies als einfache Tatsache.
Genau so erging es mit den anderen Gräueltaten. Jedes Baby wurde im Augenblick seines Todes zu einem Hamas-Terrorist. Jede zerbombte Moschee wurde sofort zu einer Hamasbasis; jedes Wohngebäude ein Waffenversteck; jede Schule ein Terrorkommandoposten; jedes zivile Regierungsgebäude ein „Herrschaftssymbol der Hamas“. Auf diese Weise blieb die israelische Armee die „moralischste Armee der Welt“.
DIE WAHRHEIT ist, dass die Gräueltaten eine direkte Folge des Kriegsplanes waren. Dies wirft ein Licht auf die Persönlichkeit Ehud Baraks – eines Mannes, dessen Denk- und Handlungsweisen ein klarer Beweis für das ist, was „moralischer Irrsinn“ genannt wird.
Das wirkliche Ziel (abgesehen davon, mehr Sitze bei den kommenden Wahlen zu gewinnen) ist die Beendigung der Hamasherrschaft im Gazastreifen. In der Vorstellung der Kriegsplaner, sieht die Hamas wie ein Eindringling aus, der fremdes Land kontrolliert. Die Wirklichkeit sieht natürlich ganz anders aus.
Die Hamasbewegung hat bei den ausgesprochen demokratischen Wahlen, die 2006 in der Westbank, in Ostjerusalem und im Gazastreifen stattgefunden haben, die Mehrheit der Stimmen gewonnen. Sie gewann, weil die Palästinenser zur Schlussfolgerung gekommen waren, dass die Fatah durch ihre friedliche, also gewaltfreie Herangehensweise nichts von Israel erreicht hat – weder den Stopp des Siedlungsbaus noch irgendeinen bedeutsamen Schritt in Richtung eines Endes der Besatzung oder der Schaffung des palästinensischen Staates. Die Hamas ist tief in der Bevölkerung verwurzelt – nicht nur als Widerstandsbewegung, die den fremden Besatzer bekämpft so wie einst die (jüdische) Irgun und die Sterngruppe – sondern auch als eine politische und religiöse Körperschaft, die im sozialen, schulischen und medizinischen Bereich aktiv war.
Vom Standpunkt der Bevölkerung sind die Hamaskämpfer keine Fremdkörper, sondern die Söhne einer jeden Familie im Gazastreifen wie in den anderen palästinensischen Gebieten. Sie verstecken sich nicht „inmitten der Bevölkerung“, die Bevölkerung sieht sie als ihre einzigen Verteidiger an.
Deshalb gründet sich die ganze Operation auf irrigen Vermutungen. Das Leben der Bevölkerung in eine Hölle zu verwandeln, wird die Bevölkerung nicht dahin bringen, sich gegen die Hamas zu erheben, sondern das Gegenteil erreichen, sie vereinigt sich hinter der Hamas und verstärkt ihre Entscheidung, sich nicht zu ergeben. Die Bewohner von Leningrad haben sich nicht gegen Stalin erhoben, so wenig wie die von London gegen Churchill.
Derjenige, der den Befehl für solch einen Krieg mit solchen Methoden in einem dicht bevölkerten Gebiet gegeben hat, weiß, dass dieser ein entsetzliches Gemetzel unter der Zivilbevölkerung anrichten wird. Anscheinend hat ihm dies nichts ausgemacht. Oder er glaubt, „dies würde ihren Weg verändern“ und „ es würde ihr Bewusstsein verändern“, dass sie zukünftig Israel nicht mehr zu widerstehen wagen würden.
Die Hauptsache für die Kriegsplaner war, die Todesrate unter den eigenen Soldaten so gering wie möglich zu halten, da sie wussten, dass die Stimmung eines großen Teils der Pro-Krieg-Öffentlichkeit sich ändern würde, sobald Berichte mit solchen Todesopfern kommen würde. So war es beim 1. und 2. Libanonkrieg.
Diese Einstellung spielte eine besonders wichtige Rolle, weil der ganze Krieg ein Teil der Wahlkampagne ist. Ehud Barak, der in den ersten Tagen des Krieges in den Umfragen gewonnen hatte, wusste, dass seine Werte fallen würden, sobald Bilder mit toten Soldaten die Fernsehschirme füllen würden.
Deshalb wurde eine neue Doktrin formuliert: um Verluste unter unsern Soldaten zu vermeiden, solle alles, was in ihrem Weg steht, total zerstört werden. Die Planer waren also nicht nur bereit, 80 Palästinenser zu töten, um einen israelischen Soldaten zu retten, wie es schon geschehen ist, sondern auch 800. Die Vermeidung von Todesfällen auf unserer Seite ist der vordringlichste Befehl, der Rekordzahlen von zivilen Toten auf der andern Seite verursachte.
Dies bedeutet die bewusste Entscheidung für eine besonders grausame Kriegsführung – und das war ihre Achillesferse.
Eine Person ohne Phantasie, wie Barak (sein Wahlslogan heißt: „Nicht ein netter Kerl, sondern ein Führer“) kann sich nicht vorstellen, wie anständige Leute rund um den Globus auf solche Aktionen reagieren würden, wie die Tötung ganzer großer Familien, die Zerstörung der Häuser über den Köpfen ihrer Bewohner, auf die Reihen von Jungen und Mädchen in Leichensäcken, auf die Berichte über Leute, die tagelang zu Tode bluten, weil die Ambulanzen nicht zu ihnen durchgelassen werden, über das Töten von Ärzten und Sanitätern, die auf dem Weg sind, Leben zu retten, auf Berichte über das Erschießen von UN-Fahrern, die Lebensmittel bringen. Die Fotos aus den Krankenhäusern mit den Toten, Sterbenden und Verletzten, die aus Platzmangel alle zusammen auf dem Fußboden liegen, haben die Welt erschüttert. Kein Argument hat die Kraft eines Bildes von einem verwundeten kleinen Mädchen, das dort auf dem Boden liegt, sich vor Schmerzen krümmt und „Mama! Mama“! schreit.
Die Kriegsplaner dachten, sie könnten die Welt daran hindern, solche Bilder zu sehen, wenn sie die Presse gewaltsam davon abhalten, zum Schauplatz der Kämpfe zu gelangen. Die israelischen Journalisten waren zu ihrer Schande damit einverstanden, die Berichte und Photos zu bringen, die sie vom Armeesprecher erhalten, als ob dies authentische Nachrichten wären, während sie selbst meilenweit von den Ereignissen entfernt blieben. Ausländische Journalisten wurden gar nicht erst zugelassen, bis sie protestierten und dann zu kurzen ausgewählten und überwachten Trips mitgenommen wurden. Aber in einem modernen Krieg kann eine solch sterile und fabrizierte Sicht alle andern nicht vollständig ausschließen. Die Kameras sind im Gazastreifen mitten in der Hölle und können nicht kontrolliert werden. Der arabische Sender Aljazeera bringt die Bilder rund um die Uhr und erreicht jedes Haus.
DIE SCHLACHT um den Fernsehschirm ist eine der entscheidenden Schlachten des Krieges.
Hundert Millionen Araber von Mauretanien bis zum Irak, mehr als eine Milliarde Muslime von Nigeria bis Indonesien sehen diese Bilder und sind geschockt. Dies hat eine große Auswirkung auf den Krieg. Viele der Fernsehzuschauer sehen die Herrscher Ägyptens, Jordanien und der Palästinensischen Behörde als Kollaborateure Israels, das diese Gräueltaten gegen ihre palästinensischen Brüder ausführt.
Die Sicherheitsdienste der arabischen Regime registrieren eine gefährliche Unruhe in der Bevölkerung. Hosni Mubarak, da er für die Schließung des Rafah-Grenzüberganges vor entsetzten Flüchtlingen verantwortlich ist, der exponierteste arabische Führer, begann Druck auf die Entscheidungsträger in Washington auszuüben, die bis jetzt alle Aufrufe für eine Feuerpause blockiert hatten. Diese verstanden langsam die Gefahr für die amerikanischen Interessen in der arabischen Welt und veränderten auf einmal ihre Haltung, was unter den selbstzufriedenen israelischen Diplomaten Bestürzung hervorrief.
Leute mit „moralischem Irrsinn“ können die Motive normaler Menschen nicht verstehen und müssen ihre Reaktionen erraten. „Wie viele Divisionen hat der Papst?“ spottete Stalin. „Wie viele Divisionen haben die Menschen mit Gewissen?“ könnte Ehud Barak nun fragen.
Wie sich herausstellt, haben sie einige. Nicht sehr viele. Und sie reagieren auch nicht sehr schnell. Sie sind auch nicht stark und gut organisiert. Aber in einem bestimmten Moment, wenn die Gräueltaten überhand nehmen und die Massen der protestierenden Demonstranten zusammenkommen, kann dies einen Krieg entscheiden.
DAS VERSAGEN, das Wesen der Hamas zu begreifen, hat auch ein anderes Versagen verursacht, die voraussagbaren Folgen zu verstehen: nicht nur dass Israel den Krieg nicht gewinnen kann - die Hamas kann ihn auch gar nicht verlieren.
Selbst wenn es der israelischen Armee gelingen sollte, jeden Hamaskämpfer bis zum letzten Mann zu töten, selbst dann würde die Hamas siegen. Die Hamaskämpfer würden für die arabische Nation als Vorbilder angesehen werden, als die Helden des palästinensischen Volkes, als Vorbilder, denen jeder junge Mann in der arabischen Welt nacheifern sollte. Die Westbank würde wie eine reife Frucht in die Hände der Hamas fallen. Die Fatah würde in einem Meer der Verachtung untergehen, die arabischen Regime wären in Gefahr, zusammenzubrechen.
Falls der Krieg mit einer noch aufrecht stehenden, wenn auch blutenden aber unbezwungenen Hamas endet – angesichts einer so mächtigen Militärmaschine wie der israelischen, dann würde dies wie ein phantastischer Sieg aussehen.
Was sich ins Bewusstsein der Welt einprägen wird, wird das Image von Israel als blutrünstiges Monster sein, das bereit ist, jeden Augenblick Kriegsverbrechen zu begehen, und nicht bereit ist, sich an moralische Einschränkungen zu halten. Dies wird langfristig gesehen, schwerwiegende Konsequenzen für unsere Zukunft, für unsere Position in der Welt haben und für unsere Chancen, Frieden und Ruhe zu erlangen.
Am Ende ist dieser Krieg auch ein Verbrechen gegen uns selbst, ein Verbrechen gegen den Staat Israel.
(Aus dem Englischen: Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)
Quelle: Wie viele Divisionen?
Die Scharia in Bayern
Nach der großen Niederlage der CSU in den letzten Landtagswahlen in Bayern, ist sie gezwungen eine Koalition mit der FDP einzugehen. Der FDP-Abgeordnete Georg Barfuß löste in den Reihen der CSU Empörung aus, als er verlangte, einen bestimmten Teil der Scharia, der mit dem Grundgesetz vereinbar sei, in das Grundgesetz aufzunehmen. Als Beispiele nannte er Fasten- oder Gebetsvorschriften im Islam.
Am Donnerstagabend veröffentlichte Barfuß zu der scharfen Kritik des stellvertretende CSU-Fraktionsvorsitzenden Karl Freller und des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann:
“Interpretationen, wonach ich die ‘Einführung der Scharia in Bayern’ gefordert hätte, entsprechen nicht der Realität und sind ein Missverständnis.” Er habe “lediglich darauf aufmerksam machen wollen, dass es für eine funktionierende Bürgergesellschaft selbstverständlich sein und kein Problem darstellen sollte, wenn Mitbürgerinnen und Mitbürger moslemischem Glaubens religiöse Prinzipien beherzigen und praktizieren, die nicht im Gegensatz zu den verfassungsmäßigen Grundlagen unseres Staates stehen”
Quelle: dieStandard
Studienprogramm Informatik für Migrantinnen und Migranten
Es ist für viele Länder üblich, dass Abschlüsse aus dem Ausland nicht anerkannt werden. Ein Deutscher Facharzt kann zum Beispiel in den USA den Beruf des Arztes nicht nachgehen, weil sein Abschluss dort nicht anerkannt wird. So ist es auch bei vielen Migranten in Deutschland der Fall. Der erlernte Beruf im Heimatland wird nicht oder nur eingeschränkt akzeptiert.
Die Universität Oldenburg bietet ab dem kommenden Wintersemester ein spezielles Lehrangebot für Migrantinnen und Migranten an, die im Ausland erfolgreich das Fach Informatik oder Mathematik absolviert haben, aber hier in Deutschland nicht anerkennen lassen können.
Mit dem Studienprogramm „Informatik für Migranten und Migrantinnen“ bietet das Department für Informatik der Universität Oldenburg ab dem kommenden Wintersemester ein europaweit beispielloses Lehrangebot an.
Das Lehrangebot sieht vor, dass das Fachwissen der Hochschulabsolventen aus dem Ausland berücksichtigt wird und speziell auf diese Gruppe abgestimmter Lehrplan mit Aufsicht auf Bachelor oder Master angeboten wird.
Die Teilnehmenden des Programms können so innerhalb weniger Semester den bundesweit anerkannten berufsfähigen Abschluss „Bachelor of Science“ bzw. „Master of Science“ in Informatik erreichen.
Bewerbungen sollten bis zum 15. September 2008 eingereicht werden.
Quelle: Uni Oldenburg
Integration mit Fußball: Deutschland - Türkei
Und war das gestern wieder spannend. Mit hunderten Deutschland und Türkei Fans schauten wir uns das Halbfinale der EM 2008 im Cinemaxx in Hamm an. Wir sahen - und einige Male wegen technischer Störung nicht - eine starke türkische Mannschaft gegen eine gelähmt wirkende deutsche Truppe, wo letztendlich Deutschland mit einem Tor in der Schlussminute mit dem 3:2 für Deutschland ins Finale einzog.
Nach dem 2:2 dachte ich, dass die Türken das Spiel nach den Last-Minute-Toren nicht mehr aus der Hand geben würden. Leider machte Lahm seinen Fehler, welcher zum 2:2 führte, mit einem schönen Tor wieder weg.
Es war ein großerartiger Fußballabend, wo Deutschland der glücklichere war. Insgesamt hat aber die deutsche Elf nicht überzeugt. Zu langsam, schwache Zweikämpfe, Fehlpässe on mass, schlechtspielender Ballack. Das wichtigste ist aber, dass man jetzt im Finale der EM 2008 steht. Und wenn man im Finale steht, ist man vor Gewinn nicht sicher!
Die Türkei wurde unterschätzt und konnte klar das Spiel lenken. Auch wenn das die B-Aufstellung der Türken war, war sie meiner Meinung nach der beste Spiele in der EM, die sie gemacht haben. Leider hat es nicht mehr gereicht. Vielen Dank Türkiye für so ein großartiges Turnier.
Fußball integriert. Das ist die Macht des Sports. Fußball bringt Nationen und Religionen zusammen. Auch wenn zwei Gruppen zwei verschieden Konkurenten favorisieren, können sie trotzdem damit leben und auch darüber lachen, wenn der eine verliert und der andere gewinnt.
In Berlin-Kreuzberg, einer Hochburg der türkischen Gemeinde, erholten sich die Fans schnell von ihrer Trauer. Viele schwenkten auf die deutsche Flagge um. Ein deutscher Fan stellte sich vor die Fernsehkamera mit seinem türkischen Freund. “Ich tröste ihn heute, ich trockne seine Tränen”, sagte der junge Mann im RBB (ntv).
Bundesweit sollen es ein sehr friedlicher Abend gewesen sein, ausgenommen von ein zwei Vorfällen, die dann bei jedem EM Spiel vorkommen. In Chemnitz, Dresden und Hannover soll es zu Ausschreitungen zwischen rechten und der Polizei gekommen sein.
In Dresden griff eine Gruppe Jugendlicher nach dem Spiel drei Döner-Buden an und verletzte zwei türkische Betreiber. Die 20 bis 30 Randalierer hätten außerdem türkische Fahnen angezündet. Mehrere Schaulustige und Mitläufer verfolgten die Randale. Auch in Chemnitz war die Stimmung laut Polizei sehr aufgeheizt. Als die Einsatzkräfte weitere Ausschreitungen verhindern wollten, seien die Randalierer plötzlich auf die Beamten losgegangen. Dabei wurden sechs Polizisten verletzt und mehrere Polizeiautos beschädigt. In Hannover nahm die Polizei 20 Rechtsradikale in Gewahrsam, die beim Fan-Fest wiederholt rassistische Parolen skandierten (ntv)
Kopftuch vs. Kreuz
In einem - für alle verständlichen Artikel - zeigt Omar den Unterschied zwischen Kopftuch und Kreuz. Angeregt durch Lutz Tauberts Ansatz, der zu erklären versucht, was Kreuz und Kopftuch unterscheidet. Der Beitrag Herrn Tauberts fällt sehr subjektiv aus.
[...] Wir reden von Gleichbehandlung der Religionen (was in Ordnung ist oder mehr noch: von unserer grundgesetzlichen Ordnung her ausdrücklich geboten ist); aber wir können daraus nicht ohne weiteres auf eine Gleichbehandlung von religiösen Symbolen schließen. Vor allem dann nicht, wenn sie eine verschiedene Wertigkeit in der Wahrnehmung und Interpretation durch die Bürger im sogenannten religionsneutralen Staat haben. [...]
Wenn die Gesetze nach Wahrnehmung und Interpretationen der Bürger vewrstanden werden sollen, dann würde jeder seine eigenen Gesetze haben. Das kann doch nicht wahr sein.
Omar schreibt dazu:
Interessant: Was die Allgemeinheit der Bürger nach Herrn Taubert denkt, soll ausschlaggebend dafür sein, ob etwas verboten wird? Heißt das auch, dass er dem Verbot des Davidsterns zustimmen würde, wenn die Bürger Deutschlands es wieder als Symbol der angestrebten Weltherrschaft der Juden ansehen würden? Herr Taubert nutzt das schlechte Bild des Islams hier, um eine politische Agenda - die Bindung der deutschen Politik an die Kirchen - zu erzielen.
Leider ist der Unterschied Taubert, der Chefredakteur der evangelischen Presseverbandes in Bayern ist, nicht so deutlich geworden. Was ist denn jetzt der Unterschied?
Im Übrigen - es gibt natürlich einen Unterschied zwischen Kopftuch und Kreuz: das Kopftuch ist ein Bekleidungsstück, während das Kreuz nur an einer Halskette zur Bekleidung wird. An der Wand angehängt gehört es zur Ausstattung und im Allgemeinen ist es ein Symbol, was das Kopftuch zunächst einmal nicht ist. Zudem ist das Kreuz ein direktes Symbol des Christentums - es hängt in und an den meisten Kirchen meist mehrfach und symbolisiert durch seine Größe sehr oft Dominanz.
Das Kopftuch auf der anderen Seite gehört für die Muslima genauso wie die Bluse zur religiösen Bekleidung dazu. Das einzige, was es ausmacht liegt darin begründet, dass die umliegende Gesellschaft dieses Bekleidungsstück nicht trägt. Aber würde die Bluse auch zu einem gefährlichen Symbol mutieren, wenn die Mehrheit der Bürger sich entscheiden würden, sie nicht mehr zu tragen?
Joachim Löw und seine Abenteuerreise in die Türkei
In einem Artikel bei der Welt Online wird über die Zeit Joachim Löws in der Türkei berichtet, als er Trainer bei Fenerbahce Istanbul und Adanaspor war. Aus dem Artikel möchte ich zwei wichtige Aussagen vom Bundestrainer wiederholen:
Das Halbfinale gegen die Türken ist für Löw auch wegen der eigenen Vergangenheit ein Spiel mit einer besonderen Botschaft: „Wir leben in Deutschland mit Türken als Nachbarn zusammen. Ich wünsche gerade deshalb ein Spiel ohne Provokationen“, sagt der 48-Jährige. „Das deutsch-türkische Freundschaftsverhältnis soll nicht belastet werden.“
Ich habe von der Zeit enorm profitiert. Besonders bei Fenerbahce hatte ich mit allen im Verein ein hervorragendes Verhältnis“, sagt der Bundestrainer. „Am meisten fasziniert hat mich dort die unglaubliche Gastfreundschaft. Wenn ich unterwegs war, haben mich fremde Menschen eingeladen. Das waren teilweise arme Leute, die ihr Essen mit mir geteilt haben. Das hat mich sehr geprägt.“
Der Countdown hat längst begonnen. Am Mittwoch um 20:45 Uhr begegnen sich Deutschland und die Türkei im Halbfinal der EM 2008 in Basel. Die Herzen der 3,5 Millionen Türken in Deutschland ticken wie eine Bombe. das ist das Gesprächsthema nicht nur in jeder Männerrunde sondern auch bei türkischen Tratschtanten.
Ich wünsche der Mannschaft viel Glück, die weiter kommt ![]()
Alarmierende Bildungssituation der Migrantenkinder
Der deutsche Bundestag hat sich am Donnerstag mit dem „7. Bericht zur Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland“ (BT-Drs. 16/7600) befasst. Der Lagebericht zeichnet eine alarmierende Bildungssituation der Migrantenkinder. In dem Report werden erstmals auch Zuwandererkinder erfasst, die in Deutschland geboren sind.
Aus dem Lagebericht geht hervor, dass 40 Prozent aller Schüler aus Migrantenfamilien am Ende ihres Bildungsweges keine Qualifikation erlangen. Rund 40 Prozent besuchen von Ihnen die Hauptschule. Nur 8 Prozent schaffen das Abitur. An den Universitäten betrage der Anteil von Studenten mit Migrationshintergrund sogar nur 3,3 Prozent. Dem Bericht zufolge sind diese fehlenden oder unzureichenden Qualifikationen der Hauptgrund für das unter Einwanderern im Vergleich zu Deutschen doppelt so hohe Risiko, den Arbeitsplatz zu verlieren. Unter Migranten türkischer Herkunft sei die Quote der Unqualifizierten am höchsten
Positiv sei hingegen die gute Entwicklung der Selbständigenquote bei der ausländischen Bevölkerung. Im Vergleich zum Anfang der 1990er-Jahre sei ein Zuwachs von fast 12 Prozent zu verzeichnen. Ausländische Unternehmen hätten sich im Rahmen des Nationalen Integrationsplans außerdem verpflichtet, 10 000 zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Derzeit gebe es in Deutschland 582 000 Unternehmer mit Migrationshintergrund. Sie hätten bisweilen rund zwei Millionen Ausbildungsplätze eingerichtet. (sa)
Quelle: IGMG
Schwierige Wohnanlage - was Fußball alles bewirken kann
Gerade erreichte mich eine ganz nette Mail. Mit der EM kam nicht nur das Fußballfieber sondern auch die Flaggen-Hysterie nach Deutschland. Heute früh sah ich ein Flaggen-Gefährt - ein Auto würde ich es nicht mehr nennen - wo die maximale Belastungsgrenze bestimmt erreicht wurde. Der Fahrer konnte vor lauter Fahnen die Straße nicht mehr sehen.
Jeder bekennt sich zu seiner Nation und da sind die Türken die Weltmeister. So wie auch an dieser schwierigen Wohnanlage…
Der Kommentar der Senderin dieses Fotos:
“die deutsche Flagge hängt wohl im Treppenhaus, kann also nur die deutsche Putzfrau aufgehängt haben :-))”
Und der Kommentar vom Sender der Mail:
Zumindest wünschen wir unserem Mutterland (Deutschland) und unserem Vaterland (Türkei), wobei diese austauschbar sind, Donnerstag und Freitag viel Erfolg!!!





