Schwierige Wohnanlage – was Fußball alles bewirken kann

Türkei Deutschland EM

Gerade erreichte mich eine ganz nette Mail. Mit der EM kam nicht nur das Fußballfieber sondern auch  die Flaggen-Hysterie nach Deutschland. Heute früh sah ich ein Flaggen-Gefährt – ein Auto würde ich es nicht mehr nennen – wo die maximale Belastungsgrenze bestimmt erreicht wurde. Der Fahrer konnte vor lauter Fahnen die Straße nicht mehr sehen.

Jeder bekennt sich zu seiner Nation und da sind die Türken die Weltmeister. So wie auch an dieser schwierigen Wohnanlage…

Der Kommentar der Senderin dieses Fotos:

“die deutsche Flagge hängt wohl im Treppenhaus, kann also nur die deutsche Putzfrau aufgehängt haben :-) )”

Und der Kommentar vom Sender der Mail:

Zumindest wünschen wir unserem Mutterland (Deutschland) und unserem Vaterland (Türkei), wobei diese austauschbar sind,  Donnerstag und Freitag viel Erfolg!!!

MYUMMA – let’s work together

Junge Muslime erkennen das Potential, das in ihnen steckt und etwas auf die Beine zu bringen. Diesen Ansatz verfolgt MYUMMA, ein junges Projekt zur Koordinierung und Vernetzung junger Muslime.

MYUMMA.de ist eine unabhängige deutschsprachige Plattform von der Umma für die UMMA. Das zentrale Ziel des Portals ist das Vernetzen der aktiven Muslime im deutschsprachigen Raum und die gemeinsame Entwicklung nachhaltiger Projekte und Konzepte.

Was sind die Ziele von MYUMMA?

Projekt …
- Aktuelle Berichte über erfolgreiche Projekte
- Nationalen Überblick über die laufenden Projekte
- Inspirations- und Motivationsquelle für neue Projekte
- Pool von Projektkonzepten zum Adaptieren

Netzwerk …
- Vernetzung der aktiven Muslime in ganz Deutschland
- Suchen & Finden von aktiven Geschwistern
- Ansprechpartner erfolgreicher Projekte
- Anschluss für Interessierte Unterstützer
- Diskussionsforum für den Erfahrungsaustausch
- Plattform für Entwicklung neuer Projekte (lokal, regional, national)

Synergien …
- Auffinden von Synergie-Effekten
- Auffinden von gelösten Problemen
- Auffinden von vorhandenen Ressourcen/Möglichkeiten

Weiterbildung …
- Das Wissen teilen
- Wissen bereitstellen

Förderung …
- Förderung von professionellen Projekten
- Förderung der muslimischen Talente
- Förderung der multimedialen Präsenz der Muslime
- Wettbewerbe (AWARD) für Best-Practice-Projekte

Finanzierung
- Errichtung eines Sponsorenpools (Sponsoren für neue Projekte)
- Finanzierung von innovativen & sinnvollen Projekten
- Finanzierungsnetzwerk

Wovon träumt MYUMMA?

MYUMMA träumt von einer UMMA, die

_nichts kaputt macht, sondern Neues aufbaut
_nicht Fehler sucht, sondern solche verbessert
_nicht diskutiert, um Recht zu haben
_nicht arbeitet, um Geld zu verdienen, sondern um Möglichkeiten zu schaffen
_nicht auf der Vergangenheit sitzt, sondern die Zukunft gestaltet
_nicht diesen Text liest, bejaht und letzten Endes doch anders handelt

_Verantwortung übernimmt, und nicht auf die Anderen wartet
_macht, anstatt es tot zu diskutieren
_Selbstwertgefühl hat und hinter dem steht wer, was, wo er/sie ist
_ausprobiert, neue Wege und Lösungen zu finden
_selber agiert, anstatt immer auf Andere zu reagieren

Können wir nicht Brüder sein? Let’s work together!

Ergo, be the active part of it…

Islamische Partnersuche mit Muslimlife

Du möchtest eine Muslima bzw. einen Muslim heiraten? Die Auswahl eines muslimischen ebenbürtigen Partners erscheint Dir schwierig? Du willst Deine Religion vervollständigen? Muslim sucht Muslima bzw. Muslima sucht Muslim zwecks Heirat!

Muslimlife ist dann die richtige Anlaufstelle! Muslimlife ist eine seriöse, innovative und sich auf islamische Werte besinnende Partnersuche für Muslime. Ein Projekt der eMercator Net GmbH, wo ich unteranderem Geschäftsführer bin.

In der Praxis erweist sich die Partnerwahl für Muslime in Europa äußert schwierig. Die Auswahl an potentiellen Kandidatinnen und Kandidaten für eine Eheschließung ist stark eingeschränkt. Vor allem in ländlichen Gebieten, wo die Anzahl der Muslime gering ist. Insbesondere Muslime mit Migrationshintergrund entschließen sich in so einem Falle einen Ehepartner im Ausland, sprich im Heimatland, zu suchen. Jedoch zeigen sich in solchen Ehen, kulturelle Unterschiede und Verständnisprobleme auf, obwohl die Ehepartner dieselbe Sprache beherrschen (Warum Muslimlife?).

Ziel ist es die Suche nach einem Ehepartner auf die Bedürfnisse der in Europa lebenden Muslime anzupassen und zu erleichtern. Im Gegensatz zu vergleichbaren Partnerbörsen, legt Muslimlife höchsten Wert auf Seriosität und sticht mit Wertegrundsätzen und qualitativem Service sichtlich hervor.

In der aktuell erschienen Pressemitteilung heißt es:

„Die Muslime haben eine deutlich größere Affinität und Wunsch zu einer Ehe als Nicht-Muslime. Für Muslime ist es selbstverständlich und unkompliziert eine Ehe einzugehen. Deshalb findet unser Service große Akzeptanz“ unterstreicht der Projektverantwortliche Herr Yücel. „Dazu ist es aber umso wichtiger, dass islamische Verhaltensweisen, Werte und Grundsätze eingehalten werden, da die Interessierten keine Flirts oder Freundschaften im weitesten Sinne suchen, sondern einen Partner zur Gründung einer Familie. Und da unterscheiden wir uns zu üblichen Partnerbörsen“ (Muslimlife – die Partnersuche für muslimische Singles verlässt die Beta-Phase).

Muslimlife verpflichtet sich zu 5 wesentlichen Grundsätzen:

Über Muslimlife:

Muslimlife ist im deutschsprachigen Raum die führende Partnerbörse für anspruchsvolle muslimische Singles, die nach islamischen Grundsätzen heiraten möchten. Muslimlife Mitglieder sind muslimische Frauen und Männer, die auf der Suche nach einer Ehepartnerin bzw. einem Ehepartner sind. Muslimlife ist die am schnellsten wachsende muslimische Community für Partnersuche in Deutschland. Muslimlife ist ein Projekt der eMercator Net GmbH, mit Sitz in Dortmund.

EM Spot mit Ribéry und Toni

Die EM 2008 hat angefangen und die ersten Gruppenspiele sind absolviert. Passend zum EM Start fand ich ein Video von neulich zum Muslim des Jahres nominierten Ribéry und Toni.

Link: sevenload.com

Pauken für den Einbürgerungstest

Es ist ein Test mit 33 Fragen, von denen die Hälfte richtig beantwortet werden muss! Erst dann wird man ab dem 1. September eingebürgert. Die insgesamt 310 Fragen wurden von der Berliner Humboldt-Universität entwickelt. Der Test kostet 25 Euro und kann sooft man möchte wiederholen (DIE WELT).

Es ist wie bei einer Fahrschulprüfung: Man blecht Geld, paukt anhand älterer Testfragen und wenn man durchfällt, fängt das wieder von vorne an. Das geht dann so weiter, bis man den Test besteht. Ich hoffe nur nicht, dass der Einbürgerungstest in naher Zukunft in theoretisch und praktisch unterteilt wird.

CSU legt vor: Aktion Integration

In München wurde ein 10-Punkte-Programm vom Kabinett verabschiedet. Der Plan sieht vor, die Integration von  Ausländern zu verbessern, indem die Sprachfördern verstärkt gefördert und die Bildungschancen erhöht werden.

Gelungene Integration ist ein zentraler Eckpfeiler für die Sicherung des sozialen Gleichgewichts im Land

, sagte Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU).

Und da hat er einmal Recht… Wie sagt man das so schön: Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn!

Quelle: Linie eins News

Proud to be a British Muslim

Proud to be British MuslimAuf ein wirklich schöne Aktion bin ich auf Myumma.de (später mehr dazu) gestoßen, wo ein kleines Plakat in der Underground abgelichtet worden ist.

Es steht Folgendes (eigene Übersetzung):

Ich heiße Diane Reeves

Ich arbeite für die örtliche Polizei (Metropolitan Police Service).

Ich nahm den Islam an, nachdem ich den Qur’an gelesen habe, und er zeigt mir den richtigen Weg in meinem Leben.

Ich fühle, dass es meine Aufgabe ist, mein Land und meine Mitbürger zu beschützen und unsere Nachbarschaft für alle als ein Ort der Sicherheit zu gestalten.

Ich bin stolz ein britischer Muslim zu sein.

islamispeace.org.uk

Das beeindruckt mich sehr! Die Frage ist, wann Deutschland für solche Kampagnen gewachsen sein wird.

Quelle: Waymo

Nominierung zum Muslim des Jahres 2008: Frank „Bilal“ Ribéry

Nicht einmal die erste Hälfte des Jahres 2008 ist zu Ende, trotzdem möchte ich schon vorab meine Nominierung für den „Muslim des Jahres 2008“ für Deutschland bekannt geben. Kurzzeitig musste ich überlegen, ob dieser Preis überhaupt verliehen wird. Wenn nicht, dann könnte man ihn einführen, wenn doch, dann sollte sich die Jury meinen Vorschlag zu Herzen nehmen.

Ich nominiere nicht irgendeinen bestplatzierten muslimischen Professor, der sich beim Nobelpreis mit dem 218. Platz begnügen musste, oder irgendeinen „Meister-Konverter“, der in diesem Jahr 3122 Nicht-Muslime zum Islam konvertiert hat, oder einen Imam, der den Koran zwei Mal in Folge auswendig gelernt hat. Nein, ich nominiere den französischen Fußballstar Frank „Bilal“ Ribéry vom frischgebackenen deutschen Rekordmeister FC Bayern München zum Muslim des Jahres 2008! TATAAA… Überrascht? Wieso gerade er? Was sind seine Verdienste?

Ribéry hat es geschafft den betenden Muslim in deutsche Wohnzimmer zu tragen! Es prägten uns die Bilder seines Bittgebets vor jedem Spielanpfiff mit ausgestreckten Armen und offenen Handflächen nach oben gerichtet, mit gesenktem Kopf und verschlossenen Augen, konzentriert, vertieft im Gebet, Allah bittend… Sogar Premiere startete eine Werbekampagne, die ungewollt vom betenden Ribéry ausgegangen war: „Die Gebete wurden erhört!“.

Der Knackpunkt seiner Beliebtheit ist nicht das obligatorische Bittgebet vor dem Spiel gewesen, sondern es waren seine fußballerischen Fertigkeiten, die den FC Bayern München zum Meistertitel verholfen haben. Er war einfach gut, vielleicht sogar der Beste in dem, was er machte, nämlich Fußballspielen. Dass er ein konvertierter Muslim ist, war eine Nebensache, die seitens der Moderatoren immer nur am Rande erwähnt blieb. Die Münchner Fans schlossen ihn in ihre Herzen ein, weil er ihnen das gab, was sie von ihm wollten: ein Klasse Spiel und schöne Tore!

Er hat weder seine islamische Identität groß an die Glocke gehangen noch die Menschen zum Islam gerufen. Er ist einfach seiner Profession nachgegangen und hat sie „muslim-like“ mit einem Lächeln auf den Lippen in größter Bravur absolviert. Er wurde zum Sympathieträger und Vorbild vieler junger deutscher Fußballtalente. Er ist auch uns Muslimen zum Vorbild geworden und hat uns gezeigt, wie man in der Gesellschaft akzeptiert und sogar geliebt werden kann.

Mein Lieblingsleitsatz ist: „Produzieren statt Konsumieren!“ Dieser Satz impliziert, dass man aktiv für diese Gesellschaft etwas auf die Beine bringt, etwas von sich gibt, sie bereichert, sie weiterbringt und nicht nur nimmt und konsumiert. „Die gebende Hand ist besser als die nehmende“ hat Muhammad – Gottes Segen und Heil auf ihn – gesagt. Und das hat Ribéry gemacht, er gab seinen Fans, was sie erwarteten – guten Fußball! Deswegen hat man ihn anerkannt und geliebt. Es gibt zahlreiche muslimische Profifußballer, nur keiner hat den Muslim salonfähig gemacht wie Ribéry.

Wenn Frank „Bilal“ Ribéry ein Vorbild für uns Muslime ist, dann müssen wir wie er, erstens unsere muslimische Identität nicht verstecken, sie aber auch nicht an die große Glocke hängen und zweitens die Besten in dem sein, was wir können und die Gesellschaft damit bereichern.
Ich freue mich auf die kommende Europameisterschafft und bereits schon auf die nächste Saison mit Ribéry & Co.

Nachtrag: Der Artikel Franck Bilal Ribéry “Immer an Gott glauben” wurde von einer Freundin empfohlen, der eine gute Ergänzung zu diesem Beitrag ist.

Ausländerdebatte: Schmelztiegel der Ängste

Nicolas Richter analysiert die gegenwärtig einseitige Ausländerdebatte und fordert die Muslime mehr Einfluss in der Politik zu gewinnen.

Die U-Bahn-Überfälle haben es wieder gezeigt: Wenn Muslime auffällig werden, trübt sich im Westen schnell der Verstand. Es wird Zeit, dass sich eine muslimische Elite herausbildet, die in der deutschen Politik an Einfluss gewinnt.

Seinen empfehlenswerten Artikel findet Ihr hier.

Hagen Rether: Scheibenwischer Jahresrückblick 29.12.07

← Previous PageNext Page →