Deutsche Richterin versucht sich als Islamgelehrte
Ein weiterer Skandal nach Idonemeo hat sich im Frankfurter Amtsgericht ereignet, wo eine Richterin das Schlagen der Ehefrau durch ihren marokkanischen Ehemann als “islamisch” legitim eingestuft hat. Der Ehemann wurde freigesprochen und die Richterin prompt vom Fall entzogen. Guckst Du auf Yahoo.
Zahlreiche Politiker und Menschenrechtler haben den Urteil scharf kritisiert, auch die Muslime. Aber trotzdem sind die Verlierer in allen Gesichtspunkten die Muslime.
- Die Richterin versucht sich als Islamgelehrte und rechtfertigt eine Straftat mit dem Islam. Das Grundgesetz der Bundesrepublik wird dafür außer Kraft gesetzt.
- Die eingehende Kritik aus der Elite Deutschlands ist gerechtfertigt. Leider haben sie einen faden Beigeschmack indem sie Ehrenmorde, Misshandlungen mit dem Islam in Verbindung bringen (Yahoo).
Die Vorsitzende des Frauen-Netzwerks in Deutschland HUDA e.V., Karimah Körting-Mahran, sagte dazu:
Als muslimische Frauen fragen wir uns, ob wir neben manch frauenfeindlich denkenden Muslimen jetzt auch noch deutsche Gerichte davon überzeugen müssen, dass die Frau auf der gleichen Stufe steht wie der Mann. Dass sie wie jeder andere Mensch das Recht auf körperliche und psychische Unversehrtheit hat. Dass ihre Würde unter allen Umständen geschützt werden muss (islam.de).
Und weiter meinte sie:
Die Richterin stellt sich auf die Stufe der Taliban (islam.de).
Und Michaela Sulaika Kaiser ergänzte:
Die im 7. Jahrhundert offenbarten Verse müssen in ihrem jeweiligen Kontext betrachtet werden. Zur Auslegung der Verse sind historische, linguistische und koraninterne Analysen zu machen. Für den zitierten Koranvers 4:34 führt diese Analyse dazu, dass das arabische Wort “daraba” im Fall einer ehelichen Krisensituation nicht mit “Schlagen” übersetzt werden darf. Denn das Schlagen der Frau widerspricht eindeutig dem Anlass dieser Offenbarung wie auch dem Verhalten des Propheten Muhammad. Und es steht im Gegensatz zu anderen Koranversen, die sich mit dem Verhältnis von Mann und Frau beschäftigen. Selbst traditionelle Auslegungen des Verses 4:34 kommen zu dem Ergebnis, dass es sich beim Schlagen der Frau allenfalls um einen “leichten Klaps” handeln dürfe. Dies zeigt einerseits, dass selbst traditionelle Männer ein Verprügeln der Frau für nicht richtig halten. Andererseits macht dies leider auch deutlich, dass wir bei Auslegungen des Koran auf dem Weg zur Geschlechtergerechtigkeit noch am Anfang stehen (islam.de).
Egal wie man es dreht und wendet, die Muslime sind die “Buhmänner der Nation”. Sie stehen in den hinteren Reihen und schauen zu wie man im Kreis über sie redet, in ihren Namen spricht, streitet und diskutiert. Auch wenn der enge Kreis – Schulter an Schulter – keinen weiteren Teilnehmer zuläßt, müssen die Muslime sich ihren verdienten Platz in diesem Kreis erkämpfen.
Erst sich selbst an der Nase packen, danach kann alles nur besser werden
Toleranz und die CSU – Zwei polare Welten
Das ZDF plant in einigen Monaten parallel zur Sendung “Wort zum Sonntag“, die sich an gläubige Christen richtet, das “Wort zum Freitag” anzubieten. Das Angebot soll sich nicht wie zu seinem Vorbild als Fernsehsendung erstrecken, sondern es ist lediglich ein Forum auf der Internetseite des Senders vorgesehen.
Zu diesem Vorhaben hat sich der CSU-Generalsekretär Markus Söder gemeldet:
Wir brauchen keinen Moschee-Sender. Dafür sind Gebührengelder nun wirklich nicht da. Ein «Wort zum Freitag» fördert nicht die Integration, sondern bestärkt Parallelgesellschaften.
weiter
Statt über Islamkunde zu reden, sollte mehr über unsere Werte und unsere Alltagskultur berichtet werden. [...] Wie will man ausschließen, dass aggressive Islamgruppen diese Internetplattform für ihre Zwecke nutzen?
Das ist die Aussage einer Partei in einem weit weit entfernten Lande, die die Integration mit Feldstechern aus der Ferne beobachtet. Da kann man dieser Gesinnung nicht Übel nehmen, wenn einige Tunnel-Blick-Beobachtungen und die daraus resultierenden toleranzlosen Erkenntnisse ein Bild der Ignoranz skizzieren. Aber würden sie bloß die Augen dabei nicht verschließen, dann würde ein Hauch von Realität dieses “unkunstvolle” Bild ein wenig bunter schraffieren.
Die CSU hat die Integration zur Chefsache gemacht. Und wie soll man das machen, wenn man den größtmöglichsten Abstand zu diesen “zukünftigen” Mitmenschen beibehält? Wie will man mit “Gästen” vor der verschlossenen Tür sich unterhalten? Durch den Briefschlitz oder durch Briefwechsel? Die CSU schreit mit erhobenem Zeigefinger:
Integriert Euch, o Ihr Unmächtigen der deutschen Sprache. Wenn Du (Prophet) nicht zum Integrationskurs (Berg) kommst, dann lassen wir es nicht zu, dass der Integrationskurs (Berg) zu Dir (zum Propheten) kommt.
Es möge sich Niemand wundern, wenn bald in Bayern neben “Ich (Bello) muss draußen bleiben” ein weiteres Hinweisschild dazu kommt: “Ich (Muslim) muss vor dem Grundstück warten”! Auch für das Verb “integrieren” existiert die Diathese: die Einen, die integriert werden möchten und die Anderen, die integrieren möchten. Man kann aber niemals integriert werden, wenn man nicht integrieren möchte!
Herr Söder denkt wohl, dass er und Seinesgleichen die GEZ allein unterhalten. Ich als Muslim bezahle genauso – nicht weniger und auch nicht mehr – dieselben Gebühren. In einigen Sendungen fühle ich mich als Muslim ausgegrenzt und diskriminiert. Wieso werde ich pauschal und ohne Differenzierung mit Ehrenmorden und Terrorismus in Verbindung gebracht, obwohl ich sie abscheulicher finde als die gesamte Fantribüne in der Allianz-Arena? Wie viel Mitspracherecht habe ich bei der Gestaltung der Programme? Nach Herrn Söder soll der Muslim bezahlen und nur zugucken.
Ich bin der Überzeugung, dass die Muslime ein Forum in dieser Art nicht brauchen, denn es gibt genug solcher. Aber vielleicht braucht das ja unser gemeinsames Deutschland. Und ich gehöre dazu, denn in den Medien wurde es vordiktiert: “Du bist Deutschland“.
Apropos: ich drücke genauso wie alle Einwohner dieses Landes meine Steuern ab. Das Finanzamt fragt nicht nach meiner Religion. Das ist auch gut so! Denn die Zugehörigkeit einer Person zu einer Religion sollte idealerweise den Staat nicht interessieren. Vor dem Gesetz und Staat ist der Mensch gleich. So habe ich es in Deutschland gelernt.
Lieber Herr Söder und liebe CSU Anhänger: mit Ihrer grenzenlosen Ignoranz und unerträglichen Einbildung kann ich Leben. Dafür sollten sie mich wenigstens tolerieren und respektieren.
Quelle: Quotenmeter
Little Mosque on the Prairie
In Kanada ist eine Sitcom, die Muslime in der Gemeinschaft thematisiert, an den Start gegangen. Die Absicht der 39-jährigen Autorin Zarqua Nawaz, die selbst Muslima ist, sei es aufzuzeigen,
dass die Konflikte in muslimischen Gemeinschaften sich gar nicht so sehr unterschieden von denen anderer Glaubensgruppen – und vor allem, dass es nicht nur völlig in Ordnung sei, manchmal über Muslime zu lachen, sondern dass die auch über sich selbst lachen könnten.
Mal gucken, ob dieser Beitrag die nächste Evolutionsstufe zu “Türkisch für Anfänger” wird.
In Youtube findet man schon die ersten Folgen der achtteiligen Serie (Dank an F. A-Y
).
Quelle: Deutschlandfunk
Erster bunter Blogkarneval deutschsprachiger Muslime
Der erste Blogkarneval deutschsprachiger Muslime präsentiert eine bunte Mischung aus Blogs, die die muslimische Lebenspraxis thematisieren. Die Gastgeberin Kopftuch und IT hat eine umfangreiche Zusammenfassung aller eingereichten Texte zusammengetragen.
Als Omar von TooMuchCookies das erste Mal den Vorschlag machte, solch einen Karneval zu organisieren war ich sofort begeistert – und skeptisch. Würden wir genug deutschsprachige, bloggende Muslime zusammentrommeln können, um einen anständigen Blogkarneval auf die Beine zu stellen ?
Doch jegweder Zweifel verschwand spätestens mit den ersten eingereichten Beiträgen – die Artikel welche schlussendlich zusammenkamen, sind nicht nur zahlreich, sondern behandeln anspruchsvolle Themen und geben einen interessanten und teilweise auch ungewohnten Einblick in das Leben eines Muslimen. Grund hierfür ist u.a. die bunte Mischung der Teilnehmer, welche aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen kommen und dementsprechend auch recht unterschiedliche Erfahrungen mit dem “Muslim-sein” in Deutschland gemacht haben. (Kopftuch und IT)
Ich gratuliere den Organisatoren Kopftuch und IT und Too Much Cookies für den gelungenen Start. Maschallah
Als ich zum ersten Mal das Wort Blogkarneval gehört hatte, vertstand ich nur “Bahnhof”. Und alle Anderen, die dabei noch “Gleis zwei” verstehen, mögen erstmal die Einführung dazu lesen.
Bayern ist irgendwie immer dabei
Ich musste leider wieder feststellen, dass in bestimmten Themengebieten Bayern immer wieder auftaucht. Bayern ist irgendwie immer dabei
Guckst Du:
Studie stellt hohe Ausländerfeindlichkeit fest
Fast jeder zweite Deutsche ist einer Studie zufolge fremdenfeindlich eingestellt. Dabei gibt es deutliche Unterschiede zwischen Ost und West. Das Institut für Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld fand heraus, dass die Fremdenfeindlichkeit in Ostdeutschland mit 60 Prozent wesentlich stärker ausgeprägt ist als im Westen mit knapp 46 Prozent. Das höchste Maß an Fremdenfeindlichkeit zeigt sich den Experten zufolge in Mecklenburg-Vorpommern, wo knapp 64 Prozent der Einwohner eine solche Haltung an den Tag legen. Es folgt Thüringen mit gut 61 Prozent. Im Westen liegen das Saarland und Bayern an der Spitze. Der niedrigste Wert wurde in Berlin ermittelt.
Quelle: MDR
In Bayern möchte ich nicht leben!
Kaum zu glauben, dass es Politiker in der deutschen Elite gibt, die noch nicht den „hochangesehenen“ Titel des „Hasspredigers“ erlangt haben. Wenn ich solche Aussagen eines Ministerpräsidenten eines Bundeslandes höre, dann erinnere ich mich an die Zeit in Deutschland vor 70 Jahren. Und so einer hat in Bayern mit mehr als 60% die letzten Landtagswahlen gewonnen. Wie sind dann wohl die Einheimischen dort gesinnt? In Bayern möchte ich nicht leben!
Aus Spiegel-Online:
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Mit Haushaltspolitik und Ausländerthematik ran ans Publikum
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Jetzt noch das Publikum über die Integrationspolitik mitnehmen: Bei ausländischen Kindern setze die CSU auf Fördern und Fordern, ohne gemeinsame Sprache gebe es kein gemeinsames Lernen. Für die Schulen gelte: “Wer randaliert, fliegt raus, und wer kein Deutsch kann, kommt gar nicht erst rein.” Das gibt johlenden Applaus und endlich die ersten “Edmund, Edmund”-Rufe. Das Publikum kann das noch rhythmischer und anhaltender, als Stoiber Staatsbürgerkurs und -test für Einbürgerungswillige fordert: “Hier gilt das Grundgesetz, nicht die Scharia, hier gilt das Strafgesetzbuch, nicht die Blutrache.” Wer das nicht akzeptiere, “braucht gar nicht erst zu kommen”, so Stoiber.Und endlich lächelt der CSU-Chef wieder ein zaghaftes Siegerlächeln. Jenes Lächeln, das er zuletzt 2003 bei seinem überragenden Landtagswahlsieg aufgesetzt hatte. Als er die Unterdrückung christlicher Minderheiten in arabischen Ländern anspricht, stehen die ersten im Publikum auf den Tischen, reißen die Arme wie beim Jubel über ein Fußballtor hoch: “Wer den Ruf des Muezzins in Berlin verlangt, sollte auch in Riad und Teheran das Glocken-Läuten zulassen”, sagt Stoiber. Jubel auch bei der Frage nach einer türkischen EU-Mitgliedschaft: “Das kommt für uns, die CSU, nicht in Frage.”
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http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,403821,00.html

