Islamkonferenz: Gegenseitiger Respekt
Die zweite Islamkonferenz fand unter der Leitung von Herrn Schäuble in Berlin statt. Ausführliche Berichte sind auf jeder Nachrichtenwebseite zu finden. Hier einige zur Auswahl: Netzeitung, FTD, Welt Online.
Was mir aber persönlich ins Auge gestochen ist, dass der frühere Verfassungsrichter Ernst Gottfried Mahrenholz die Meinung vertritt, dass das Kopftuchverbot Kopftuch die Integration nicht hindert. Er befürwortet zudem, dass muslimische Lehrerinnen ein Kopftuch im Unterricht tragen dürfen:
«Das fördert die Integration.» Durch Verbote «machen wir das Kopftuch zu einem Symbol einer muslimischen Identität statt zu einem Symbol der Integration». Der Jurist sprach Eltern auch das Recht zu, ihre Kinder von gemischt- geschlechtlichen Sportstunden fern zu halten, wie es der Koordinierungsrat der Muslime fordert. «Integration hat eine einfache Philosophie: Respekt der Muslime vor unserer Rechtsordnung, Respekt der Mehrheitsgesellschaft vor ihrer Kultur», sagte Mahrenholz (WA, sueddeutsche).
Das ist meiner Auffassung nach genau der richtige Ansatz, wenn man in Frieden und Harmonie miteinander für dieses Land leben möchte. Unterwanderungsparanoia wie der Spiegel versucht zu schreien, finde ich lächerlich, wenn man bedenkt, dass die Muslime mit etwa 3,5 Millionen nicht einmal 3% der Bevölkerung ausmachen.

