Sensationswert in Deutschland: null
Mir ist ein Zitat von Rüdiger Göbel (Junge Welt) aufgefallen, wobei er die deutschen Medien kritisiert. Heuchelei und Sensationslust sind wohl Garanten für hohe Auflagen bzw. hohe Absätze für die Medien-Konzerne in der Freien Wirtschaft. Solche Stories verkaufen sich wohl besser, da sie beim sensationslustigen Publikum bzw. Leser nicht mit Ablehnung ankommen. Hier das Zitat:
“Posieren NATO-Soldaten in Afghanistan mit einem Totenschädel, und die Fotos werden bei Bild oder RTL veröffentlicht, müssen sie mit Entlassung aus der Truppe rechnen. Töten NATO-Soldaten Afghanen, können sie mit Beförderung rechnen. Für die Boulevard-Medien sind sie wie die Ermordeten uninteressant.
Während der Springer-Konzern am Freitag seine Wochenendausgaben mit der Ankündigung bewarb, neue Bilder von Soldaten des Afghanistan-Einsatzkommandos beim makaberen Umgang mit Leichenteilen zu zeigen, räumte die NATO-geführte Internationale Afghanistan-Truppe (ISAF) am Hindukusch ein, bei Einsätzen in dieser Woche »mindestens zwölf Zivilisten« getötet zu haben. Afghanische Behördenstellen sprachen dagegen von mindestens 60 bis 80 Zivilisten, die bei Luftangriffen in den Bezirken Pandschwaji und Paschmul in der südlichen Provinz Kandahar getötet worden seien. Sensationswert in Deutschland: null.”
Quelle: Islamische Zeitung
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