Kriegsverbrechen in Israel: Alle wussten es, nur niemand sprach es aus

Nach und nach kommen Details des Gaza-Kriegs ans Tageslicht. Die grausame hohe Zahl unschuldiger Zivilisten (1434 Tote, 5303 Verletzte), die getötet wurden, war, wie jeder halbwegs intelligente Mensch es sehen muss, der Inbegriff der Unverhältnismäßigkeit.

Nun berichten israelische Soldaten, dass sie wahllos Zivilisten getötet und mutwillig zerstört haben. Israelische Soldaten schokieren mit Zeugenaussagen über den Gaza-Krieg.

Einer der Kommandeure erzählte etwa von einer Anweisung, eine ältere Palästinenserin zu erschießen, die in etwa 100 Meter Entfernung von einer israelischen Stellung auf der Straße ging. Er sprach dabei von «kaltblütigem Mord». Ein anderer Kommandeur erzählte, wie ein Scharfschütze eine Mutter und ihre zwei Kinder erschoss, weil sie versehentlich eine falsche Straßenabbiegung nahmen. «Ich glaube nicht, dass er sich besonders schlecht fühlte, weil er aus seiner Sicht nur nach seinen Vorschriften handelte.»

Insgesamt habe der Eindruck vorgeherrscht, «dass das Leben von Palästinensern sehr, sehr viel weniger wichtig ist als das Leben unserer Soldaten», sagte er. Beim Stürmen von Häusern, in denen sich Zivilisten aufhielten, hätten Soldaten häufig wahllos und ohne Vorwarnung um sich geschossen. «Die Vorgesetzten sagten uns, dies sei in Ordnung, weil jeder, der dageblieben ist, ein Terrorist ist», erzählte einer der Soldaten. «Ich habe das nicht verstanden – wohin hätten sie denn fliehen sollen?» Andere Soldaten hätten ihm gesagt, man müsste alle töten, «weil jeder Mensch in Gaza ein Terrorist ist».

Viele Soldaten hätten auch mutwillig den Besitz palästinensischer Familien zerstört, «weil es ihnen Spaß macht». «Wir können sagen, sooft wir wollen, dass die israelische Armee moralisch überlegen ist, aber im Feld ist das einfach nicht so.»

In einem anderen Beitrag berichtet die Islamische Zeitung, dass “Ärzte für Menschenrechte” der israelischen Armee vorwirft, die Ethikrichtlinien verletzt und das Leben von Palästinensern gering geschätzt zu haben.

Nach Angaben der Ärzteorganisation wurden 41 Palästinenser, die im Gesundheitsbereich arbeiteten, getötet. Darüber hinaus habe die Armee 34 Gesundheitszentren angegriffen. Solche Angriffe verletzten das internationale humanitäre Völkerrecht.

Guardian berichetet ebenfalls von Kriegsverbrechen der Israelis im Gaza Krieg.

Auch der Historiker und Buchautor Daniel Cil Brecher, der Sohn österreichisch-jüdische Holocaust-Überlebender, der 1986 “von Israel enttäuscht” nach Europa ging und sich bewusst für das Leben in der Diaspora entschied, nimmt zum Vorwurf Gewalt gegen Zivilisten im Gaza-Krieg Stellung. Deutschland Radio strahlte folgendes Interview aus: Interview als MP3.

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