Erschütterndes Leid der Zivilisten im Gaza-Streifen
Sueddeutsche.de berichtet im Artikel >>Zivilopfer im Gaza-Streifen “Wir amputieren am laufenden Band”<< schildert in einem Interview Mads Gilbert, ein norwegischer Medizinprofessor aus der Universität Tromso, die dramatische Lage der zivilen Bevölkerung im Gaza-Streifen. Er arbeitet seit paar Wochen am Schifa-Krankenhaus in Gaza-Stadt.
Zitate aus dem Text:
- Die letzten 48 Stunden waren sehr hart. Es gab eine Attacke auf einen Gemüsemarkt in Gaza-Stadt mit vielen Toten und Verletzten
- Die Korridore sind voll mit Verstümmelten. Ich kann die Zahl der Amputationen nicht mehr zählen.
- Am Montagabend waren es 540 Tote und 2550 Verletzte. 30 Prozent der Toten und 45 Prozent der Verletzten sind Frauen und Kinder. Unter den Toten sind 117 und unter den Verletzten bisher 744 Kinder.
- Zwei Pfleger wurden getötet, sie wurden gezielt angegriffen.
- sieben Grad Celsius draußen, alle Patienten frieren, Ärzte und Helfer natürlich auch. Das alles ist unmöglich zu verstehen.
- Ich habe Hunderte Patienten gesehen, darunter waren nur zwei Hamas-Kämpfer.
- 1,5 Millionen Palästinenser sitzen in diesem größten Gefängnis der Welt fest. Sie fürchten sich nicht. Warum sollten wir uns fürchten?
- Ich frage mich, warum keine anderen westlichen Ärzte kommen. Die Welt kann nicht sehen, was hier passiert. Die westlichen Medien sind hier nicht da. Wir sind die einzigen westlichen Vertreter hier. Wir sind Ärzte, wir sollen helfen. Gleichzeitig müssen wir Medien aus aller Welt am Telefon informieren. Seit mein Kollege und ich hier sind, arbeiten wir rund um die Uhr. Hören Sie das? Es wird wieder bombardiert. Ich muss Schluss machen.
Die Berichterstattung westlicher Medien ist parteiisch und unzureichend. Das ist leider in diesem Thema immer so gewesen. Wann hört endlich diese Barbarei auf und wann kehrt Frieden ein? Möge Gott den Opfern beistehen…
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