3D Modell der KAABA
Jeder, der die heilige Stadt Mekka, das Haus Gottes - die KAABA - besucht hat, hat Sehnsucht nach ihr. Auch wenn wir uns fünfmal täglich gen KAABA richten, besteht eine unbeschreibliche Verbindung zum Masjid al-Harâm. Mein letzter Besuch ist fast zehn Jahre her und ich plane jedes Jahr sie wieder zu besuchen, nur leider habe ich es nicht zum zweiten Mal geschafft :-(.
Zu Anfang der 90-er Jahre, als die türkischen Migrantenfamilien in Deutschland türkische VHS Videofilme ausleihten, weil es die Türksats eben noch nicht gab, erinnere ich mich an ein Vorspann des Videoverlages “Minareci Video”. Zwei Karaktere spielen Arbeiter in einer Fabrik, wo sie ohne Pause eine Maschine bedienen. Es ist ihnen anzusehen, dass sie müde, überarbeitet und überfordert sind. Als die Pausensirene läutet, begeben sie sich zur Mittagspause, wo der eine Darsteller so durstig ist, dass eine Flasche Wasser nicht ausreicht. Sein Durst kann erst mit einem “Minareci Video” Film gestillt werden. Zu der Zeit fanden wir es alle witzig
…
Vielleicht kann dieser animierte 3D-Kurzfilm den “Durst” der KAABA-Verliebten stillen. Es ist ein Rundflug durch Baitullah - das Haus Gottes. Hut ab vor den Machern, die auf 3dkabah.com für Interessierte weitere Angebote zur Verfügung stellen.
Gesehen bei MYUMMA.de.
Der betende Roboter
Ein kleines Video über ein Roboter, der das rituelle Gebet “as-Salah” (arab.) bzw. Namaz (türk.) vollzieht. Er betet nur eine “Rakat” also es ist ein “Witr” (ungrade Anzahl an Rakat) Gebet.
Proud to be a British Muslim
Auf ein wirklich schöne Aktion bin ich auf Myumma.de (später mehr dazu) gestoßen, wo ein kleines Plakat in der Underground abgelichtet worden ist.
Es steht Folgendes (eigene Übersetzung):
Ich heiße Diane Reeves
Ich arbeite für die örtliche Polizei (Metropolitan Police Service).
Ich nahm den Islam an, nachdem ich den Qur’an gelesen habe, und er zeigt mir den richtigen Weg in meinem Leben.
Ich fühle, dass es meine Aufgabe ist, mein Land und meine Mitbürger zu beschützen und unsere Nachbarschaft für alle als ein Ort der Sicherheit zu gestalten.
Ich bin stolz ein britischer Muslim zu sein.
Das beeindruckt mich sehr! Die Frage ist, wann Deutschland für solche Kampagnen gewachsen sein wird.
Quelle: Waymo 

Nominierung zum Muslim des Jahres 2008: Frank „Bilal“ Ribéry
Nicht einmal die erste Hälfte des Jahres 2008 ist zu Ende, trotzdem möchte ich schon vorab meine Nominierung für den „Muslim des Jahres 2008“ für Deutschland bekannt geben. Kurzzeitig musste ich überlegen, ob dieser Preis überhaupt verliehen wird. Wenn nicht, dann könnte man ihn einführen, wenn doch, dann sollte sich die Jury meinen Vorschlag zu Herzen nehmen.
Ich nominiere nicht irgendeinen bestplatzierten muslimischen Professor, der sich beim Nobelpreis mit dem 218. Platz begnügen musste, oder irgendeinen „Meister-Konverter“, der in diesem Jahr 3122 Nicht-Muslime zum Islam konvertiert hat, oder einen Imam, der den Koran zwei Mal in Folge auswendig gelernt hat. Nein, ich nominiere den französischen Fußballstar Frank „Bilal“ Ribéry vom frischgebackenen deutschen Rekordmeister FC Bayern München zum Muslim des Jahres 2008! TATAAA… Überrascht? Wieso gerade er? Was sind seine Verdienste?
Ribéry hat es geschafft den betenden Muslim in deutsche Wohnzimmer zu tragen! Es prägten uns die Bilder seines Bittgebets vor jedem Spielanpfiff mit ausgestreckten Armen und offenen Handflächen nach oben gerichtet, mit gesenktem Kopf und verschlossenen Augen, konzentriert, vertieft im Gebet, Allah bittend… Sogar Premiere startete eine Werbekampagne, die ungewollt vom betenden Ribéry ausgegangen war: „Die Gebete wurden erhört!“.
Der Knackpunkt seiner Beliebtheit ist nicht das obligatorische Bittgebet vor dem Spiel gewesen, sondern es waren seine fußballerischen Fertigkeiten, die den FC Bayern München zum Meistertitel verholfen haben. Er war einfach gut, vielleicht sogar der Beste in dem, was er machte, nämlich Fußballspielen. Dass er ein konvertierter Muslim ist, war eine Nebensache, die seitens der Moderatoren immer nur am Rande erwähnt blieb. Die Münchner Fans schlossen ihn in ihre Herzen ein, weil er ihnen das gab, was sie von ihm wollten: ein Klasse Spiel und schöne Tore!
Er hat weder seine islamische Identität groß an die Glocke gehangen noch die Menschen zum Islam gerufen. Er ist einfach seiner Profession nachgegangen und hat sie „muslim-like“ mit einem Lächeln auf den Lippen in größter Bravur absolviert. Er wurde zum Sympathieträger und Vorbild vieler junger deutscher Fußballtalente. Er ist auch uns Muslimen zum Vorbild geworden und hat uns gezeigt, wie man in der Gesellschaft akzeptiert und sogar geliebt werden kann.
Mein Lieblingsleitsatz ist: „Produzieren statt Konsumieren!“ Dieser Satz impliziert, dass man aktiv für diese Gesellschaft etwas auf die Beine bringt, etwas von sich gibt, sie bereichert, sie weiterbringt und nicht nur nimmt und konsumiert. „Die gebende Hand ist besser als die nehmende“ hat Muhammad – Gottes Segen und Heil auf ihn – gesagt. Und das hat Ribéry gemacht, er gab seinen Fans, was sie erwarteten - guten Fußball! Deswegen hat man ihn anerkannt und geliebt. Es gibt zahlreiche muslimische Profifußballer, nur keiner hat den Muslim salonfähig gemacht wie Ribéry.
Wenn Frank „Bilal“ Ribéry ein Vorbild für uns Muslime ist, dann müssen wir wie er, erstens unsere muslimische Identität nicht verstecken, sie aber auch nicht an die große Glocke hängen und zweitens die Besten in dem sein, was wir können und die Gesellschaft damit bereichern.
Ich freue mich auf die kommende Europameisterschafft und bereits schon auf die nächste Saison mit Ribéry & Co.
Nachtrag: Der Artikel Franck Bilal Ribéry “Immer an Gott glauben” wurde von einer Freundin empfohlen, der eine gute Ergänzung zu diesem Beitrag ist.
Umgang mit Diskussionen in meinem Blog
Da die Zeit die Vorzüglichkeit ist, die mir am wertvollsten ist, und ich mich über die Knappheit dessen oftmals ärgere, möchte ich sie, die ich für diesen Blog zur Verfügung stellen möchte, so effektiv wie möglich nutzen. D.h. konkret, dass ich die Anzahl der publizierten Artikel konstant halten möchte.
Der „Zeitvernichter“ schlechthin sind endlose Dialoge. Meine Artikel mögen dem einen oder anderen nicht gefallen. Damit muss ich wohl leben (deswegen bin ich noch nicht gestorben)… Kritik kann ich auch vertragen… Aber ich möchte in Zukunft keine Dialoge führen, die im Endeffekt keinen Nutzen bringen. Dazu muss ich leider alle vertrösten, die unaufhaltsam versuchen meinen Standpunkt zu wiederlegen und damit meine kostbare Zeit (auch wenn das etwas anmaßend klingt) in Anspruch nehmen.
Ich sehe es nicht ein, dass der Ärger von streitsüchtigen Antagonisten mir die Zeit raubt, die mir dann irgendwo wieder fehlt. Mein Englischlehrer sagte immer:
Ich werfe meine Perlen nicht vor die Säue!
So gehe ich ab jetzt an die Sache ran und schreibe lieber einen neuen Beitrag, anstatt verbissen zu debattieren.
Was willst Du machen und wo willst Du hin?
Was willst Du machen und wo willst Du hin? Diese Frage hatte ich mir nicht gestellt, als ich zu bloggen anfing. Nun bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich denke, dass mit meiner privaten Domain yucel.biz eine falsche Domain gewählt habe. Im Laufe der Zeit haben sich die Themen in eine bestimmte Richtung bewegt, so dass meiner Meinung nach mein Familienname als Domainname langfristig nicht die richtige Adresse ist.
Ich habe mich dann entschlossen - entsprechend des Blog Namens - migrantenkind.net zu zu wählen. Aus yucel.biz ist jetzt migrantenkind.net geworden. Alle Artikel, die auf yucel.biz erschienen sind, sind auch auf migrantenkind.net zu finden. Allen SEO Freaks, die sich jetzt die Haare raufen, möchte ich anmerken, dass ich anhand der Anleitung Best practices when moving your site vom Official Google Webmaster Central Blog den Umzug vollzogen habe. Ich bitte auch alle, die auf mein Blog einen Link gesetzt haben, ihre Links zu aktualisieren.
Reanimation des Blog
Nach einer langen Künstlerpause möchte ich wieder aktiv bloggen. Diese Pause war auch nötig, da auf privater und beruflicher Ebene viele Themen anstanden, die ich zu bewältigen hatte. Gott sei Dank, habe alles gemeistert und kann erhobenen Hauptes weitermachen.
Was hat sich so bei mir in der Zwischenzeit geändert? Nichts außer, das ich jetzt mit der besten Ehefrau der Welt verheiratet bin (auf die Gefahr, dass sie diesen Beitrag liest ;-)).
Dann schaut mal wieder des Öfteren hier vorbei.

