Integration durch Missionierung
Wie oft habe ich das gehört?
Wir leben in Deutschland und hier wird Deutsch gesprochen!
Das ist nicht die freundlichste deutsche Art, fremden Menschen zu begegnen. Die Sprache ist der Schlüssel zur Integration! Das haben aber auch christliche Missionare begriffen. Die Sprache ist der Schlüssel zur Integration, die Integration in das Christentum. Wenn es um Missionierung geht, dann ist das Erlernen der deutschen Sprache nicht mehr so wichtig. Man kommt dem Ausländer gerne entgegen.
Ich kenne ja türkischsprachige Zeugen Jehovas, die freundlich an der Tür anklingen und mit deutschem Akzent in türkischer Sprache ansprechen. Türkischsprachige Plakate mit Zitaten aus der Bibel sind mir jetzt neu, wie jenes Plakat, dass ich in Hamm abgelichtet habe.
Mir fiel ein alternativer Text ein, als ich dieses Plakat sah:
Sprechen Sie Deutsch? Brauchen Sie auch nicht. Hauptsache Sie sind ein Christ!
Studienprogramm Informatik für Migrantinnen und Migranten
Es ist für viele Länder üblich, dass Abschlüsse aus dem Ausland nicht anerkannt werden. Ein Deutscher Facharzt kann zum Beispiel in den USA den Beruf des Arztes nicht nachgehen, weil sein Abschluss dort nicht anerkannt wird. So ist es auch bei vielen Migranten in Deutschland der Fall. Der erlernte Beruf im Heimatland wird nicht oder nur eingeschränkt akzeptiert.
Die Universität Oldenburg bietet ab dem kommenden Wintersemester ein spezielles Lehrangebot für Migrantinnen und Migranten an, die im Ausland erfolgreich das Fach Informatik oder Mathematik absolviert haben, aber hier in Deutschland nicht anerkennen lassen können.
Mit dem Studienprogramm „Informatik für Migranten und Migrantinnen“ bietet das Department für Informatik der Universität Oldenburg ab dem kommenden Wintersemester ein europaweit beispielloses Lehrangebot an.
Das Lehrangebot sieht vor, dass das Fachwissen der Hochschulabsolventen aus dem Ausland berücksichtigt wird und speziell auf diese Gruppe abgestimmter Lehrplan mit Aufsicht auf Bachelor oder Master angeboten wird.
Die Teilnehmenden des Programms können so innerhalb weniger Semester den bundesweit anerkannten berufsfähigen Abschluss „Bachelor of Science“ bzw. „Master of Science“ in Informatik erreichen.
Bewerbungen sollten bis zum 15. September 2008 eingereicht werden.
Quelle: Uni Oldenburg
Deutsche Firmen bauen die drittgrößte Moschee
Das werden pro NRW und Komparsen nicht gerne hören: Deutsche Firmen bauen die drittgrößte Moschee der Welt. In Algier wurde ein Milliarden Vertrag über den Bau einer Moschee in Algerien geschlossen. Beim ersten Besuch Bundeskanzlerin Angela Merkel in Algerien kam der Vertrag zustande. Zwei deutsche Firmen haben den Zuschlag für die Bauplanung erhalten.
Ich bin mir jetzt schon sicher, dass ein sehr schönes Werk in Algerien entstehen wird. Mich freut es umso mehr, dass deutsche Firmen den Zuschlag für den Bau erhalten haben. Ich würde gerne die Gesichter der Mitglieder der angeblichen “Bürgerrechtsbewegungen” gegen Moscheebau wie pro NRW sehen wollen. Der einzige Trost für sie wird sein, dass die Moschee nicht in Deutschland gebaut wird.
Da sage ich nur: Die Architekten werden mit dem Bau dieser Moschee Erfahrung sammeln, damit sie überall in Deutschland genauso große und schöne Moscheen bauen können ![]()
Integration mit Fußball: Deutschland - Türkei
Und war das gestern wieder spannend. Mit hunderten Deutschland und Türkei Fans schauten wir uns das Halbfinale der EM 2008 im Cinemaxx in Hamm an. Wir sahen - und einige Male wegen technischer Störung nicht - eine starke türkische Mannschaft gegen eine gelähmt wirkende deutsche Truppe, wo letztendlich Deutschland mit einem Tor in der Schlussminute mit dem 3:2 für Deutschland ins Finale einzog.
Nach dem 2:2 dachte ich, dass die Türken das Spiel nach den Last-Minute-Toren nicht mehr aus der Hand geben würden. Leider machte Lahm seinen Fehler, welcher zum 2:2 führte, mit einem schönen Tor wieder weg.
Es war ein großerartiger Fußballabend, wo Deutschland der glücklichere war. Insgesamt hat aber die deutsche Elf nicht überzeugt. Zu langsam, schwache Zweikämpfe, Fehlpässe on mass, schlechtspielender Ballack. Das wichtigste ist aber, dass man jetzt im Finale der EM 2008 steht. Und wenn man im Finale steht, ist man vor Gewinn nicht sicher!
Die Türkei wurde unterschätzt und konnte klar das Spiel lenken. Auch wenn das die B-Aufstellung der Türken war, war sie meiner Meinung nach der beste Spiele in der EM, die sie gemacht haben. Leider hat es nicht mehr gereicht. Vielen Dank Türkiye für so ein großartiges Turnier.
Fußball integriert. Das ist die Macht des Sports. Fußball bringt Nationen und Religionen zusammen. Auch wenn zwei Gruppen zwei verschieden Konkurenten favorisieren, können sie trotzdem damit leben und auch darüber lachen, wenn der eine verliert und der andere gewinnt.
In Berlin-Kreuzberg, einer Hochburg der türkischen Gemeinde, erholten sich die Fans schnell von ihrer Trauer. Viele schwenkten auf die deutsche Flagge um. Ein deutscher Fan stellte sich vor die Fernsehkamera mit seinem türkischen Freund. “Ich tröste ihn heute, ich trockne seine Tränen”, sagte der junge Mann im RBB (ntv).
Bundesweit sollen es ein sehr friedlicher Abend gewesen sein, ausgenommen von ein zwei Vorfällen, die dann bei jedem EM Spiel vorkommen. In Chemnitz, Dresden und Hannover soll es zu Ausschreitungen zwischen rechten und der Polizei gekommen sein.
In Dresden griff eine Gruppe Jugendlicher nach dem Spiel drei Döner-Buden an und verletzte zwei türkische Betreiber. Die 20 bis 30 Randalierer hätten außerdem türkische Fahnen angezündet. Mehrere Schaulustige und Mitläufer verfolgten die Randale. Auch in Chemnitz war die Stimmung laut Polizei sehr aufgeheizt. Als die Einsatzkräfte weitere Ausschreitungen verhindern wollten, seien die Randalierer plötzlich auf die Beamten losgegangen. Dabei wurden sechs Polizisten verletzt und mehrere Polizeiautos beschädigt. In Hannover nahm die Polizei 20 Rechtsradikale in Gewahrsam, die beim Fan-Fest wiederholt rassistische Parolen skandierten (ntv)
Kopftuch vs. Kreuz
In einem - für alle verständlichen Artikel - zeigt Omar den Unterschied zwischen Kopftuch und Kreuz. Angeregt durch Lutz Tauberts Ansatz, der zu erklären versucht, was Kreuz und Kopftuch unterscheidet. Der Beitrag Herrn Tauberts fällt sehr subjektiv aus.
[...] Wir reden von Gleichbehandlung der Religionen (was in Ordnung ist oder mehr noch: von unserer grundgesetzlichen Ordnung her ausdrücklich geboten ist); aber wir können daraus nicht ohne weiteres auf eine Gleichbehandlung von religiösen Symbolen schließen. Vor allem dann nicht, wenn sie eine verschiedene Wertigkeit in der Wahrnehmung und Interpretation durch die Bürger im sogenannten religionsneutralen Staat haben. [...]
Wenn die Gesetze nach Wahrnehmung und Interpretationen der Bürger vewrstanden werden sollen, dann würde jeder seine eigenen Gesetze haben. Das kann doch nicht wahr sein.
Omar schreibt dazu:
Interessant: Was die Allgemeinheit der Bürger nach Herrn Taubert denkt, soll ausschlaggebend dafür sein, ob etwas verboten wird? Heißt das auch, dass er dem Verbot des Davidsterns zustimmen würde, wenn die Bürger Deutschlands es wieder als Symbol der angestrebten Weltherrschaft der Juden ansehen würden? Herr Taubert nutzt das schlechte Bild des Islams hier, um eine politische Agenda - die Bindung der deutschen Politik an die Kirchen - zu erzielen.
Leider ist der Unterschied Taubert, der Chefredakteur der evangelischen Presseverbandes in Bayern ist, nicht so deutlich geworden. Was ist denn jetzt der Unterschied?
Im Übrigen - es gibt natürlich einen Unterschied zwischen Kopftuch und Kreuz: das Kopftuch ist ein Bekleidungsstück, während das Kreuz nur an einer Halskette zur Bekleidung wird. An der Wand angehängt gehört es zur Ausstattung und im Allgemeinen ist es ein Symbol, was das Kopftuch zunächst einmal nicht ist. Zudem ist das Kreuz ein direktes Symbol des Christentums - es hängt in und an den meisten Kirchen meist mehrfach und symbolisiert durch seine Größe sehr oft Dominanz.
Das Kopftuch auf der anderen Seite gehört für die Muslima genauso wie die Bluse zur religiösen Bekleidung dazu. Das einzige, was es ausmacht liegt darin begründet, dass die umliegende Gesellschaft dieses Bekleidungsstück nicht trägt. Aber würde die Bluse auch zu einem gefährlichen Symbol mutieren, wenn die Mehrheit der Bürger sich entscheiden würden, sie nicht mehr zu tragen?
Joachim Löw und seine Abenteuerreise in die Türkei
In einem Artikel bei der Welt Online wird über die Zeit Joachim Löws in der Türkei berichtet, als er Trainer bei Fenerbahce Istanbul und Adanaspor war. Aus dem Artikel möchte ich zwei wichtige Aussagen vom Bundestrainer wiederholen:
Das Halbfinale gegen die Türken ist für Löw auch wegen der eigenen Vergangenheit ein Spiel mit einer besonderen Botschaft: „Wir leben in Deutschland mit Türken als Nachbarn zusammen. Ich wünsche gerade deshalb ein Spiel ohne Provokationen“, sagt der 48-Jährige. „Das deutsch-türkische Freundschaftsverhältnis soll nicht belastet werden.“
Ich habe von der Zeit enorm profitiert. Besonders bei Fenerbahce hatte ich mit allen im Verein ein hervorragendes Verhältnis“, sagt der Bundestrainer. „Am meisten fasziniert hat mich dort die unglaubliche Gastfreundschaft. Wenn ich unterwegs war, haben mich fremde Menschen eingeladen. Das waren teilweise arme Leute, die ihr Essen mit mir geteilt haben. Das hat mich sehr geprägt.“
Der Countdown hat längst begonnen. Am Mittwoch um 20:45 Uhr begegnen sich Deutschland und die Türkei im Halbfinal der EM 2008 in Basel. Die Herzen der 3,5 Millionen Türken in Deutschland ticken wie eine Bombe. das ist das Gesprächsthema nicht nur in jeder Männerrunde sondern auch bei türkischen Tratschtanten.
Ich wünsche der Mannschaft viel Glück, die weiter kommt ![]()
Olivier Roy: Lasst uns aufhören, über Religion zu reden!
In einem Interview des Frankfurter Rundschausmit spricht der franzöische Politikwissenschaftler Oliver Roy über das verzerrte Bild des Islam, Integration der Muslime in Europa und Kampf der Kulturen.
Im lesenswerten Artikel “Lasst uns aufhören, über Religion zu reden!” spricht Oliver Roy Tacheles. Hier einige Zitate:
Integration wird üblicherweise geleistet auf Kosten traditioneller ethnischer Kulturen. Aber der Islam kann und sollte als Glaubensgemeinschaft umgestaltet werden und auf dem gleichen Fuß wie andere Religionen stehen. Praktizierende muslimische Gläubige fordern Gleichheit und nicht den Status als kulturelle Minderheit. Dennoch werden sie systematisch als fremde ethnische Kultur zurückgesetzt. Die emporstrebende muslimische Mittelschicht im Westen will als eine westliche Glaubensgemeinschaft beachtet werden und nicht etwa als fremde Kultur.
[...] zu viele Muslime sind bereits integriert, auch wenn ihre Integration nicht genügend anerkannt wird.
Die meisten religiösen Konservativen Europas befürworten eine Begrenzung der Freiheit des Ausdrucks - so gewann die französische katholische Kirche vor zwei Jahren eine Gerichtsschlacht, in der es um die Verbannung einer Darstellung des “Letzten Abendmahles” ging. Die Apostel waren darauf durch halbnackte Frauen ersetzt. Die meisten katholischen Bischöfe sind gegen die Schwulen-Hochzeit. Und nebenbei gesagt, haben viele Muslime eine sehr kritische Sicht zu der fehlenden Freiheit und Demokratie in arabischen Staaten, deren Regime von uns, dem Westen, unterstützt werden wie beispielsweise Tunesien oder Ägypten. Es ist keine Debatte zwischen Kulturen, wohl aber eine zwischen Werten. Zudem ist es eine Debatte, die innerhalb der Grenzen Europas geführt wird: Sollten wir etwa die katholische Kirche Spaniens als muslimisch bestimmen, nur weil sie die Säkularisation ablehnt, wie auch die Trennung von Kirche und Staat, die Schwulen-Hochzeit und die absolute Freiheit der Religion?
El Kaida und der Islamismus sind nicht dasselbe. Nicht alle Fundamentalisten sind politische Radikale, und es steckt tatsächlich eine kleine Religion in El Kaida. Fundamentalismus ist ein permanenter Trend in jeder Religion und es ist sinnlos, von außerhalb einen “guten Islam” zu befördern; der Fundamentalismus wird immer einige Leute erreichen.
Der Westen denkt, dass der Islam die Wurzel der Radikalisierung ist, also sehen wir automatisch in Bin Laden den Vorreiter der muslimischen Welt. Vielmehr sollten wir ihn bekämpfen als Terroristen, nicht als Muslim. Faktisch werden junge Menschen nicht deshalb zu Terroristen, weil sie den Koran lesen oder in die Moschee gehen.
Die Geschichte junger Terroristen ist die eines individuellen Heldensprungs zur Rettung der Umma der religiösen Gemeinschaft aller Muslime, vor der westlichen Barbarei. Die Religion spielt keine besondere Rolle in dem Prozess individueller Radikalisierung. Wir sollten diesen Heroismus delegitimieren, indem wir die Geschichte vom Heldentum entlarven, anstatt die muslimische Gemeinschaft aufzufordern, den Terrorismus zu verdammen - sie tun es, aber niemand scheint es zu hören. Lasst uns also aufhören, über Religion und Kultur zu reden, was weniger wichtig ist, sprechen wir besser von Politik und generationsabhängiger Radikalisierung.
Lasst uns die Integration von Muslimen und den Islam als westliche Religion behandeln und aufhören, den Fokus auf die Kriege im Nahen und Mittleren Osten zu richten, auf die wir keinen Einfluss haben, und von denen die europäischen Muslime viel weiter entfernt sind, als es angenommen wird.
Alarmierende Bildungssituation der Migrantenkinder
Der deutsche Bundestag hat sich am Donnerstag mit dem „7. Bericht zur Lage der Ausländerinnen und Ausländer in Deutschland“ (BT-Drs. 16/7600) befasst. Der Lagebericht zeichnet eine alarmierende Bildungssituation der Migrantenkinder. In dem Report werden erstmals auch Zuwandererkinder erfasst, die in Deutschland geboren sind.
Aus dem Lagebericht geht hervor, dass 40 Prozent aller Schüler aus Migrantenfamilien am Ende ihres Bildungsweges keine Qualifikation erlangen. Rund 40 Prozent besuchen von Ihnen die Hauptschule. Nur 8 Prozent schaffen das Abitur. An den Universitäten betrage der Anteil von Studenten mit Migrationshintergrund sogar nur 3,3 Prozent. Dem Bericht zufolge sind diese fehlenden oder unzureichenden Qualifikationen der Hauptgrund für das unter Einwanderern im Vergleich zu Deutschen doppelt so hohe Risiko, den Arbeitsplatz zu verlieren. Unter Migranten türkischer Herkunft sei die Quote der Unqualifizierten am höchsten
Positiv sei hingegen die gute Entwicklung der Selbständigenquote bei der ausländischen Bevölkerung. Im Vergleich zum Anfang der 1990er-Jahre sei ein Zuwachs von fast 12 Prozent zu verzeichnen. Ausländische Unternehmen hätten sich im Rahmen des Nationalen Integrationsplans außerdem verpflichtet, 10 000 zusätzliche Ausbildungsplätze zu schaffen. Derzeit gebe es in Deutschland 582 000 Unternehmer mit Migrationshintergrund. Sie hätten bisweilen rund zwei Millionen Ausbildungsplätze eingerichtet. (sa)
Quelle: IGMG
Schwierige Wohnanlage - was Fußball alles bewirken kann
Gerade erreichte mich eine ganz nette Mail. Mit der EM kam nicht nur das Fußballfieber sondern auch die Flaggen-Hysterie nach Deutschland. Heute früh sah ich ein Flaggen-Gefährt - ein Auto würde ich es nicht mehr nennen - wo die maximale Belastungsgrenze bestimmt erreicht wurde. Der Fahrer konnte vor lauter Fahnen die Straße nicht mehr sehen.
Jeder bekennt sich zu seiner Nation und da sind die Türken die Weltmeister. So wie auch an dieser schwierigen Wohnanlage…
Der Kommentar der Senderin dieses Fotos:
“die deutsche Flagge hängt wohl im Treppenhaus, kann also nur die deutsche Putzfrau aufgehängt haben :-))”
Und der Kommentar vom Sender der Mail:
Zumindest wünschen wir unserem Mutterland (Deutschland) und unserem Vaterland (Türkei), wobei diese austauschbar sind, Donnerstag und Freitag viel Erfolg!!!
Entwarnung bei Ribéry
Inzwischen hat sich nach einer fachkundigen Analyse im Krankenhaus herausgestellt, dass sich Ribéry eine schwere Verstauchung des linken Knöchels zugezogen hat. Der zunächst befürchtete Bruch wurde nicht bestätigt. Er wird wohl nicht so lange ausfallen, wie angenommen.
Erstmal tief Luft holen…
Gute Besserung vom Migrantenkind ![]()



